Ist es ok, wie dieses Bankhaus vorgeht?
Michael Vaupel in Traders Daily
vom 7. September 2011, 12:00 Uhr
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*** "Märkte statt Einzeltitel", Edelmetalle statt Standard-Aktien, strategische Metalle, Emerging Markets, das sind meine Leitlinien bzw. Favoriten.
An so einem "Selloff"-Tag wie Montag bin ich aber dann doch nicht glücklich. Denn habe ja doch auch einige Positionen auf Einzeltitel, wie meine geliebten Solaraktien. Aktien-Anleihen und Long-Zertifikate, welche mir dann an solchen Tagen weh tun.
Stand kurz davor, die schönen Silber-Positionen zu verkaufen, um am Aktienmarkt zu investieren. Habe ich dann doch nicht getan. Zu früh. Der Bullenmarkt bei den Edelmetallen ist meiner Ansicht nach gerade in die letzte Phase getreten: Die Übertreibungsphase. Und die kann noch einige Zeit laufen bzw. die Preise von Gold und Silber noch deutlich steigen lassen, bevor es zu Ende mit dem Bullenmarkt ist!
*** Sieht da eigentlich keiner einen Interessenkonflikt?
Da empfiehlt Goldman Sachs seinen vermögenden Kunden die Spekulation gegen europäische Finanzinstitute und den Euro. Zum Beispiel via Investment in CDS von Unternehmen, die im "iTraxx Europe series 9" zusammengefasst sind. Dort sollen wohl besonders viele Unternehmen mit hohen Kreditausfallrisiken drin stecken.
Doch was ist das? Goldman Sachs berät auch staatliche europäische Institutionen. So beraten die Goldmänner zum Beispiel den spanischen Wirtschaftsminister. Wenn sie da ihre Aufgabe gut machen würden, würden die Kreditausfallrisiken sinken - und die Empfehlungen, die Goldman Sachs gegeben hätte, würden nicht aufgehen.
Klassischer Zielkonflikt. Und für unsereins ein Argument dafür, eins von beiden aufzugeben. Beratung für europäische Institutionen. ODER Investmentbanking in diesem Bereich, Eigenhandel und Empfehlungen.
Ich würde mal gerne wissen, welche der beiden Aufgaben Goldman Sachs ernster nimmt.
*** Perspektivenwechsel. Wirtschaftskrise, die mit staatlichen Interventionen und Nullzinspolitik und "QE3" bekämpft werden muss?
Das Problem lässt sich doch mit drei Worten beschreiben: zu viele Schulden.
Und leider auf staatlicher Seite. Die "Privaten Haushalte" sind da offensichtlich vernünftiger.
Nehmen wir die USA. Da wurde vermeldet, dass die privaten Haushalte im letzten Quartal Schulden im Volumen von 50 Milliarden Dollar zurückgezahlt haben. Durch Abbau von Kreditkartenschulden etc. pp.
Natürlich sind dann mal die Zuwächse bei den "wöchentlichen Veränderungen der Einzelhandelsumsätze" gering. Klar, wenn die Leute zur Abwechslung mal Schulden zurückzahlen statt den dritten DVD-Player für den dritten Fernseher zu kaufen.
Ben Bernanke & Co. mögen über die schwachen Wachstumszahlen beim privaten Konsum klagen. Doch ich finde: Es ist einfach nur vernünftig, wenn angesichts der hohen Schuldenlast eben auch einmal Schulden getilgt werden
Punkt.
Mit herzlichem Gruß!
Ihr
Michael Vaupel
Diplom-Volkswirt / M.A.
Chefredakteur Trader´s Daily
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Rudi Wollmann (07.09. 2011 13:43 Uhr):
Die Aussagen von GoldmanSachs meide ich genau so wie die der Deutschen Bank! Beide haben für die einen Kunden völlig andere Einschätzungen als für die Anderen. Das Wort Ehre gibt es für die nicht. Das wurde schon lange gegen das Wort Mamon ersetzt.
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