Ist die Euro-Schwäche eine Gefahr?
Profit Radar
vom 16. Juli 2010, 19:00 Uhr
ENL5462
Im Zusammenhang mit einem möglichen erneuten Rückfall in eine weltweite Rezession wird immer wieder auf den schwachen Euro hingewiesen, der eine große Gefahr darstelle. Ganz ehrlich: Ich kann das nicht ganz nachvollziehen.
Jahrelang hat sich vor allem die deutsche Exportindustrie beklagt, dass der Euro zu teuer sei und ihnen deshalb das Exportgeschäft vermiese. Jetzt ist der Euro gefallen und es wird sich wieder beklagt. Viele Politiker verweisen mit besorgter Miene auf den schwachen Euro und haben auch gleich die Verantwortlichen dafür ausgemacht: Die Spekulanten.
Das ist natürlich Volksverdummung. Das kann man vielleicht im Wahlkreis am Stammtisch erzählen, um noch ein paar Stimmen zu bekommen. Fakt ist: Spekulanten sind weder für die Griechenland-Pleite noch für den schwachen Euro verantwortlich. Spekulanten können allenfalls einen Trend verstärken, ihn aber nicht auslösen.
Ich halte den Euro auf diesem Niveau nicht für schwach. Er kommt nur langsam einer fairen Bewertung näher, nachdem er jahrelange - vor allem im Verhältnis zum US-Dollar - zu teuer war. Natürlich profitieren von gerade die Unternehmen im Euro-Raum, die ihren Umsatz zum größten Teil außerhalb Europas machen. Denn durch „schwachen" Euro werden ihre Waren und Dienstleitungen gegenüber Ländern preiswerter und wettbewerbsfähiger.
Das gilt zum Beispiel für weltweit agierende Pharma- und Energie-Unternehmen aus dem Euro-Raum, mit denen Sie obendrein noch eine satte Dividende kassieren. Zwei solcher Euro-Gewinner aus diesen beiden Branchen hat Taipan vor kurzem vorgestellt. Langsam setzt sich auch bei den Anleger diese Ansicht durch, der Kurs steigt ... für weitere Informationen dazu klicken Sie auf Taipan. Zusätzlich können Sie sich weiterhin mit Gold absichern. Mehr dazu im nächsten Profit Radar.
Gute Kurse wünscht Ihnen
Volkmar Michler
ähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Giezendanner (19.07. 2010 20:55 Uhr):
S. g. Herr Michler, was Sie hier über den Euro sagn,kannich nur unterstützen. Aber häufig sind Anleger wie Herdentiere, sie rennen der Tendenz der Börse N.Y. hinterher oder kaufen Gold aus Angst vor einem schwachen Euro und vergessen, dass sie mit Aktien nicht Euros kaufen sondern einen Teil eines (hoffentlich) gut gehenden Unternehmens, welches erst noch profitiert, wenn der Euro schwach ist. Wenn das die Leute merken, werden die Aktien wieder steigen! Ist doch so oder? Gruss W.G.
Antworten
Artikel weiterempfehlen