Ist der Goldpreis manipuliert? Gold nie mehr unter 500 US-Dollar?
Andreas Lambrou in Rohstoff Daily zum Thema Goldpreisentwicklung
vom 18. September 2006 20:45 Uhr
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John Embry Chef Investment Stratege bei Sprott Asset Management gibt im Investors Digest ganz klar seine Meinung wider.
Embry glaubt starke Kursschwankungen des Goldpreises könnten niemals natürlich entstehen und sind daher manipuliert. Seiner Meinung nach ist es mehr als unwahrscheinlich dass der Goldpreis je unter 500 US Dollar pro Unze notieren könnte.
Goldpreis nie unter 500 $ ? Embrys Begründungen..
Der dramatische Anstieg der Minenproduktionskosten, die sinkenden Zentralbankreserven, der klaffende Spalt zwischen Angebot und Nachfrage, die weltweite Kreditexplosion bei gleichzeitiger Abnahme der Währungsinvestitionen, die Unterbewertung von Gold gegenüber Oel, sind ebenso wie anstehende geopolitische Probleme Indikatoren für einen zumindest stagnierenden Goldpreis.
Geringe Zentralbankverkäufe… Warum ?
Die europäischen Zentralbanken haben bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt lediglich 70 % des erlaubten Maximums an Gold zum Verkauf angeboten.
Laut Embry gibt es dafür zwei mögliche Begründungen: Entweder horten die Zentralbanken Gold um den Markt zum angemessenen Zeitpunkt damit zu überschwemmen…
Oder die Zentralbanken haben ganz einfach die Lust daran verloren eine Ware vollkommen unter Wert zu
verkaufen. Für mich sind beide Thesen denkbar. Möglich erscheint vor allem die zweite Begründung, denn die Zentralbanken haben bislang schon grösste Probleme den klaffenden Spalt zwischen der stetig steigenden Nachfrage und ihre Angebot zu überbrücken. Doch auch allein dieser Umstand lässt die Aussichten für eine Investition in Gold bereits als extrem bullish erscheinen.
Stagflation
Stagflation bezeichnet einen Zustand von wenig bis absolut keinem Wachstum, kombiniert mit einem intensivierten inflationären Druck. Historisch betrachtet sind Zeitpunkte der Stagflation immer solche die Investitionen in Rohstoffe, insbesondere in Gold, als Währungsersatz forcieren. Eine Stagflation bestand bereits während der 70 er Jahre des letzten Jahrhunderts und führte damals zu einer Blütezeit der Investitionen in bevorzugte Metalle. Embry glaubt, dass sich die USA bereits wieder am Beginn einer solchen Stagflationsphase befinden. Er begründet dies mit dem Rückgang des Konsumwillens und Unsicherheiten auf dem Immobilien – und Automarkt. Tatsächlich sieht Embry bereits eine wahrhafte Rezession vor sich. In solch unsicheren Zeiten, so Embry, ist allein Gold der ultimative sichere Hafen. Dieses Argument kann ich nur bestätigen.
Fazit
In Zeiten der Inflation, explodierenden Kreditvergaben, der Unausweichlichkeit einer US-Dollar Abwertung und bei steigenden Rohstoffpreisen überhaupt ist das kommende Szenario vorgezeichnet. Die sicherste Anlage, wie in der Menschheitsgeschichte bereits viele Male zuvor, nur die Investition in den ultimativ sicheren Hafen, das Gold zu sein.