Ist der Boden noch sieben Jahre entfernt?
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 15. September 2010, 07:30 Uhr
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Manchmal gibt es gute Tage für Aktien-Investoren. Dann steigen die Kurse, was mich unsicher in Bezug auf die kurzfristigen Aussichten sein lässt.
Natürlich bin ich immer unsicher. Aber manchmal bin ich noch unsicherer als andere. Was sicher scheint, ist, dass Aktien derzeit eine schlechte Wette sind.
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Raten Sie mal, wer zu diesem Zeitpunkt der Krise besser dran war. Ein Investor zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise? Oder ein Investor heute?
Nun, ich habe das nicht selber berechnet, aber aus diversen Quellen gehört. Wenn man die Inflation und die re-investierten Dividenden berücksichtigt, dann liegen die Investoren aus der Zeit der Weltwirtschaftskrise vorne. Der Unterschied liegt bei den Dividenden. In den 1930ern schütteten die Unternehmen substanzielle Dividenden aus; heute tun sie das nicht.
Aber gerade lese ich, dass in den USA die industrielle Produktion wieder Fahrt aufnehmen soll. Nach so vielen schlechten News scheint das für viele Investoren das Zeichen gewesen zu sein, zurück auf Risiko an"-Modus zu schalten.
Zurück und vorwärts...immer wieder.
Der Markt lässt mich warten. Aber auf was?
Ich erwarte, dass die Aktienkurse noch fallen, bis sie ein Rendezvous mit dem Boden haben werden. Ich sah eine Schätzung, derzufolge das in sieben Jahren sein wird. Aber wer weiß? Alles, was ich weiß, ist, dass es noch nicht passiert ist. Und da ich glaube, dass es früher oder später kommen muss, denke ich, dass es noch vor uns liegen muss. Weil es noch nicht hinter uns liegt.
Und da ein niedrigeres Tief vor uns liegt, sehe ich keinen Grund, überhaupt Aktien zu kaufen. Die Wahrscheinlichkeit wäre dann gegen mich. Und nebenbei gesagt - wer ist schon in Eile? Die guten Gesellschaften wird es auch in sieben Jahren noch geben. Und die schlechten? Nun, in die würde ich ohnehin nicht investieren...
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Thüni (15.09. 2010 08:09 Uhr):
Tja, der Aktien- und Fondsmarkt ist schon ein Risikogeschäft. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Noch im Sommer 2007 wies mein Depot über 57.000 Euro auf. Dann kam die Wirtschaftskrise. Es fiel auf 16.000 (wobei mein wirklicher Einsatz ab dem Jahr 2000 nur 24000 Euro waren!!!! Die Verluste waren schmerzhaft, aber verkraftbar. Ich investierte weitere 85.000 Euro und hatte zum Jan. 2008 runde 101.000 Euro im Depot. Mittlerweile weist mein Depot runde 208.000 Euro auf. Die Verluste sind also wettgemacht. In solchen Phasen gilt es Gewinne mitzunehmen, nicht alle, sondern ein paar, um sie in Börsenkrisen-Zeiten wieder zu re-investieren oder wie ich es in den vergangenen Jahren gemacht habe, das Depot auf ganz unterschiedliche Märkte zu verteilen. Von Börsenmaklern werde ich belächelt mit einem Aktienfondsdepot von runden 100 diversen Fonds, die darinnenstecken. Doch meine Strategie gibt mir Recht. Also, warum so pessimistisch? Diesen Beitrag hat bestimmt ein Mann verfasst, oder?! Wir Frauen haben ohnehin das bessere Geschick und die Geduld, ein Depot ruhig mal im turbulenten Fahrwasser "in Ruhe" zu lassen und abzuwarten, bis wieder Ruhe im Markt einkehrt und die Börsenwerte wieder steigen. Also, liebe Leser: riskiert ruhig einmal etwas (Geld, das man für maximal 10 - 20 Jahre entbehren kann!!!!) In der Ruhe liegt die Kraft. Langfristig ist die Börse die ertragsreichste Geldanlage / Altersvorsorge !!!! Ein glückliches "Händchen" dabei wünscht Euch Thüni
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