Investoren reduzieren ihre bullishen Rohstoff-Wetten, auch auf Gold
Dominique Braun (Gastbeitrag) in Investors Daily
vom 12. Juli 2011, 18:00 Uhr
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eine Messlatte, ob Gold stark oder weniger stark nachgefragt wird, kann man sicherlich am Goldpreis ablesen. Dieser hat sich seit Anfang Mai um etwas über 4% abgeschwächt, nachdem zuvor noch ein neues Rekordhoch gesehen wurde. Die Gründe für diesen Preisrückgang waren auf der einen Seite ein sich stärkender US-Dollar, der das Edelmetall weniger attraktiv schienen liess. Auf der anderen Seite ist aber auch die Nachfrage nach Gold etwas zurückgegangen, nachdem sich die Situation rund um Griechenland etwas entspannen konnte.
Neben dem Preis ist aber noch eine andere Messlatte interessant, mit der sich die Nachfrage nach Gold regelt. Es geht dabei um die Investoren, die Spekulanten, wie z.B. Hedgefonds, die an den Terminmärkten auf einen steigenden oder fallenden Goldkurs setzen. So haben genau diese Investoren ihre sogenannten Netto-Long-Positionen an der New Yorker Termibörse in der Woche bis zum 28. Juni um 18% reduziert. Die Investoren sind zwar nach wie vor „bullish", also gehen von einem weiter steigenden Goldpreis aus, aber nicht mehr so „bullish" gestimmt wie noch eine Woche zuvor.
Die Beziehung von Reifenpreisen zu Gold
Kann es zwischen Reifenpreisen und Gold eine Verbindung geben? Auf dem ersten Blick nicht, aber indirekt gibt es schon eine - zumindest zwischen Reifenpreisen und Goldminen. Dazu muss ich an dieser Stelle ersteinmal etwas ausholen.
Die Reifenpreise fuer LKWs, die bei Minen zur Förderung von beispielsweise Gold und anderen Rohstoffen eingesetzt werden, haben aktuell auf dem Reifenmarkt die Marke von 100.000 Dollar pro Stück erreicht. Reifen fuer spezielle Minen-LKWs der Marke Caterpillar haben sich in kürzester Zeit verdreifacht, auch wenn das Preishoch im Jahr 2008 mit 150.000 Dollar sogar noch höher lag. Die starke und ungebrochene Nachfrage aus China nach Rohstoffen hat zu der Preisexplosion am Reifenmarkt geführt. Die genannten Reifenpreise uebersteigen damit beispielsweise den Preis eines voll ausgestatteten Porsche 911 Carrera S. Durch die Explosion der Reifenpreise haben einige Goldminen starke Probleme aufgrund der höheren Kosten bekommen. Zudem ist die Nachfrage nach diesen speziellen Reifen so stark angestiegen, dass es Wartelisten gibt.
Auf der einen Seite haben die Minenunternehmen mit höheren Kosten zu kämpfen. Einige können sich diese Kosten nur schwer erlauben. Auf der anderen Seite mussten bei einigen Minengesellschaften die Förderkapazitäten heruntergefahren werden, da es nur wenige Reifen am Markt gibt und somit teilweise abgenutzte bestehende Reifen nicht ersetzt werden können.
Mit goldigen Grüßen!
Dominique Braun