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Kaum zu glauben: Warum Sie bei der Bankberatung nur Geld verlieren können

Wussten Sie, dass ein Fondsmanager es mit nur 10 % Wahrscheinlichkeit schafft, einen Index zu schlagen? Oder dass manche Zertifikate gezielt so konstruiert sind, dass wir Anleger praktisch gar nicht gewinnen können? Machen Sie sich bereit für einen etwas unbequemen Ausflug hinter die Kulissen der Glaspaläste: Die Bankenwelt ist seit einigen Jahren nicht mehr dieselbe: Seit dem fatalen 2000er Börsen-Crash befinden sich die Banken auf dem absteigenden Ast. Das Vermögen vieler Kunden (und damit auch die Provisionen) schmolzen dahin wie Eis in der Sonne. Und mit Kontoführung und Krediten ist heute kaum noch Geld zu verdienen. So wurden in den letzten Jahren massenhaft Filialen geschlossen, Bankkaufleute durch Geldautomaten ersetzt... und den Service erledigen nun angelernte Hilfskräfte im Call-Center. Ja, selbst über die Anlagestrategien wird oft nicht mehr in Ihrer Filiale vor Ort, sondern zentral im Glaspalast in Frankfurt entschieden. Angesichts dieses Drucks müssen andere Einnahmequellen her...

 

An der Beratung verdient die Bank nichts... nur am Verkauf

Streng genommen dürfte sich ein Bankberater gar nicht mehr „Berater“ nennen, denn:
Viele sind gar keine Bankangestellten mehr, sondern Subunternehmer, die als freie Vermittler auf eigene Rechnung arbeiten. Ohne dass Sie als Kunde es merken. Wenn Sie also bei einer Bank eine „Vermögensberatung“ in Anspruch nehmen, läuft nichts anderes ab als ein schnödes Verkaufsgespräch.

 

Woraus genau bestehen die Haupt-Einnahmequellen einer Bank?

Nun, wenn Ihnen ein Berater ein Zertifikat oder einen Fonds verkauft, wird er gleich von 2 Seiten bezahlt: Vor allem von Ihnen über Gebühren und Ausgabeaufschläge.

Damit sind Interessenskonflikte vorprogrammiert: Einem Münchner Bankkunden wurde zum Beispiel nahegelegt, sein gesamtes 6-stelliges Portfolio in nur ein bestimmtes Zertifikat zu investieren! Und das, wo das Thema Risikostreuung doch jedem Wertpapierberater geläufig sein sollte...

 

Oft ist sogar die Verkaufsmasche weitgehend vorhersehbar:

Man lädt Sie zu einem „Finanzcheck“ ein und analysiert Ihre Vermögens- verhältnisse. Dann plötzlich verfinstert sich die Miene des Beraters... denn er hat eine gravierende Vorsorgelücke bei Ihnen entdeckt! Oder Ihre jetzige Portfoliostruktur gefällt ihm gar nicht. Aber glücklicherweise hält er einen rettenden Fallschirm bereit, der Sie vor dem kommenden Desaster schützen wird... Genau hier setzt der „Berater“ an — und rät Ihnen als Kunden zum Umschichten in die von ihm favorisierten Papiere. Die Crux dabei: Die Bank verdient nur am Umschichten... nicht an der Performance Ihres Depots Das ist im Übrigen auch ein Grund für den stark steigenden Zertifikate-Boom: Diese Papiere haben von vornherein eine Endfälligkeit und zwingen Anleger deshalb zum regelmäßigen „Rein und Raus“. 90 % der Produkte in Großbanken erleben ihr Fälligkeitsdatum nicht. Das heißt aber noch lange nicht, dass der Bankberater diese Fälligkeit voll ausschöpft: Schon vorher wird er Ihnen neue, vermeintlich attraktivere „Anlagechancen“ schmackhaft machen. Wenn das Zertifikat nicht schon vorher wertlos verfällt und die Bank den Gewinn komplett einsackt (dazu gleich mehr). Ein Depot wird auf diese Weise im Durchschnitt ein- bis anderthalb mal im Jahr umgeschichtet. Regelrecht kriminell wird es allerdings, wenn im Kunden-Depot ein permanentes „Bäumchen-wechsle-dich“-Spiel abläuft:

 

„Churning“: Mit welcher nur schwer nachweisbaren krimi- nellen Gebührenschinderei wir Anleger abkassiert werden

Churning bedeutet etwa „Umrühren“ oder auch „Buttern“. Dabei handelt es sich um eine raffinierte und gar nicht so leicht nachweisbare Betrugstechnik. Um eins klarzustellen: Wir reden hier nicht nur über die schwarzen Schafe am Grauen Kapitalmarkt. Auch große Bankhäuser machen davon auf subtile Weise Gebrauch. Möglich wird das durch den Ermessensspielraum der Berater. Sie bedienen sich dabei gewiefter Ausreden wie z. B. : Die Börsenlage ist momentan etwas wacklig? Nun, deswegen mussten einige Positionen eben umgeschichtet werden!

 

Häufig schrumpft das Vermögen aber selbst bei positiver Börsenentwicklung...

Sicher ist Ihnen auch klar, warum: Die Gebühren fressen einen erheblichen Teil auf. Sie brauchen sich dazu nur das Beispiel im Kasten rechts anzusehen.

 

Doch das sind noch längst nicht alle Möglichkeiten:

Der Zertifikate-Boom der letzten Jahre hat den Banken ein wahres Schlaraffen land an Möglichkeiten eröffnet, Anleger völlig unsichtbar abzuschöpfen. Mittlerweile sind 200.000 verschiedene dieser Derivate auf dem Markt! Zahllosen Anlegern erscheinen Zertifikate deshalb so verlockend, weil sie Wetten auf und in nahezu jedem Markt ermöglichen: CO2-Emissionen, Rohstoffe, wirtschaftliche Entwicklung bestimmter Länder, Ölpreisanstieg, Börsenindizes und, und, und...

 

Vorsicht versteckte Gebühren! Warum Sie so manche „professionelle Hilfe“ bei der Geldanlager unterm Strich teuer zu stehen kommt

Viele Zertifikate sind beinahe schon eine Kapitalvernichtungs-Maschinerie. Außer den Emittenten kann praktisch niemand den fairen Preis nachrechnen. Und dieser Informations-Vorsprung wird natürlich bis an die Schmerzgrenze ausgereizt! Zusätzlich zu den offiziellen Gebühren wird Ihnen oft eine völlig unsichtbare Innenmarge abgeknöpft, die auf den Preis des Zertifikats aufgeschlagen wird. Dazu kommen weitere 0,1 bis 0,25 % Provision. Das treibt den wirklichen Preis schon einmal in die Höhe und nagt vom ersten Tag an an Ihrer Rendite.

 

Moment... die Liste geht noch weiter:

In die Zertifikate werden gezielt Mechanismen hineinkonstruiert, die die Gewinnchancen noch weiter zu Gunsten der Banken verschieben. Nehmen wir ein Discount-Zertifikat auf einen DAX-Wert. Dieses Zertifikat läuft über etwa 18 Monate und wird terminlich so gewieft platziert, dass in diese Laufzeit nicht nur einer, sondern zwei Dividendentermine fallen.

 

Unbequeme Wahrheit Nr. 1:

Über 30 Jahre hinweg konnten rund 98 % (!) der Fondsmanager in den USA nicht den Markt schlagen. Auch ein einmaliger Erfolg ist völlig unbedeutend: Ein im Jahr 1 zufällig erfolgreicher Fonds fällt im nächsten Jahr praktisch immer auf das Mittelmaß zurück...

Und diese Dividenden kassiert die Bank, nicht Sie als Anleger. Das schmälert Ihre Rendite schon mal häufig um rund 5 %. Um diesen Betrag ist das Zertifikat teurer. Wie viel Unterschied diese 5 % ausmachen können, haben Sie ja bereits gesehen.

 

Sogar die Kurse können sich die Emittenten selber machen! Sie glauben das nicht? So geht´s:

Direkt nach der Emission ist der Kurs durch die Gebühren aufgebläht. Durch geschickte „Kurspflege“ wird der Kurs in den ersten Wochen nach Auflage hoch gehalten. Danach jedoch wird er jedoch auf den wahren Wert fallen gelassen. Das ist der Grund, warum viele Zertifikate im Minus liegen, obwohl sich der Markt positiv entwickelt. So lagen 63 % aller Garantiezertifikate einer großen Landesbank teilweise erheblich unter dem Emissionskurs – und das trotz seit 2003 steigender Aktienkurse! Die Derivate-Spezialisten im Investor Verlag empfehlen Ihnen dagegen nur solche Zertifikate, Fonds und Optionsscheine, von denen der Chefredakteur selbst überzeugt ist, dass Sie als Anleger damit gewinnen können. So wird er vor Empfehlung eines Index-Zertifikates zunächst einmal den zugrundeliegenden Index charttechnisch wie fundamental analysieren. Danach nimmt er sich den Emittenten-Prospekt vor und überprüft das Zertifikat auf seine Gebührenstruktur. Und erst dann spricht er überhaupt eine Empfehlung aus!

 

„Hin und her macht Taschen leer“? – Nicht die Taschen der Banken!

Speziell bei geschlossenen Fonds laufen regelrechte Gebühren-Orgien ab: Zwischen 10 und 20 % des investierten Kapitals sahnen Banken und Vertreter als Vertriebsprovision ab...

 

Unbequeme Wahrheit Nr. 2:

So manche „professionelle Hilfe“ bei der Geldanlage kommt Sie unterm Strich teuer zu stehen: Investieren Sie 100.000 Euro in einen Fonds mit 5 % Ausgabeaufschlag, verbleiben Ihnen nur noch 95.000 Euro Anlagesumme. Bei 10 % Rendite sind das nach einem Jahr 4.500,00 Euro Gewinn. Legen Sie dagegen in Alternativen ohne Ausgabeaufschlag an, haben Sie 110.000,00 Euro erwirtschaftet, also 5.500,00 Euro mehr Rendite! Wird Ihnen jetzt klar, wie wichtig unabhängige Beratung für Sie als Anleger ist? Der Investor Verlag liefert sie Ihnen!