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In der vergangenen Woche staunte ich nicht schlecht, als mich ein Abonnent auf meine vermeintliche Aktienempfehlung „HybridBox AG“ ansprach. HybridBox?! Diesen Namen hatte ich vorher noch nie gehört. Aber ich wurde aufgeklärt: „Na, Sie haben doch auf www.wunderaktien.de diese Aktie … na Sie wissen schon… der neue Stern im Medienbereich als DIE neue Wunderaktie mit einem Riesengewinn-Potenzial empfohlen.“
Um es gleich vorweg zu nehmen: NEIN, ich kannte bis vor kurzem weder die Webseite noch diesen Aktienwert noch habe ich diesen Wert jemals empfohlen!Ich begann zu recherchieren und tatsächlich gibt eine Sabine Witscher (bitte nicht mit meiner Person verwechseln) munter und freigiebig Tipps auf dieser Webseite: Was es mit diesem Wert auf sich hat und warum die Leser HybridBox unbedingt jetzt kaufen sollen. Meine Versuche, bei den Anbietern der Webseite anzurufen, liefen ins Leere. Es gab noch nicht einmal ein Rufzeichen. Auch konnte ich nichts Brauchbares zu meiner vermeintlichen Namensvetterin „Sabine Witscher“ im Internet finden.
HybridBox ist aus meiner Sicht ein Zockerwert!
Es ist kein Wunder, dass Sie auf der Suche nach HybridBox keine seriösen Unternehmensdaten oder Bilanzen finden werden. Auf deren Internetseite – das Unternehmen scheint seinen Sitz in Ungarn zu haben – findet sich weder ein Impressum noch aussagefähige Daten zu dem Börsenwert. Dies sind klare Indizien für eine intransparente, wenn nicht sogar betrügerische Geschäftspolitik.
Natürlich erhalten Sie als Leser auch spekulativere Wertpapierempfehlungen aus unserem Haus. Denn viele von Ihnen möchten bewusst mit einem kleinen Teil ihres Geldes jenseits der Wertpapieranlage „spielen“. Das ist auch absolut nichts Verwerfliches, solange es unter transparenten Voraussetzungen erfolgt. Sie werden es nicht erleben, dass Ihnen die Redakteure des Investor Verlages einen spekulativen Wert mit einem hohen Kapitaleinsatz empfehlen oder gar raten, Ihr gesamtes Vermögen auf einen einzigen Wert zu setzen.
Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass die Redakteure des Investor Verlages sämtliche empfohlenen Werte im Vorfeld gründlich analysieren und Ihnen als Leser professionelle Informationen zu diesem Thema an die Hand geben.
Der Investor Verlag distanziert sich ausdrücklich von jeglicher Art von Marktmanipulation!
Leider passiert es immer wieder, dass Betrüger gehaltlose Aktienwerte empfehlen, um Anleger abzuzocken. Die Namen der Wertpapiere sind austauschbar. Was sich ändert, sind die immer dreister werdenden Methoden, mit denen diese Pusher ans Werk gehen. Die Betreiber der Seite www.wunderaktien.de verweisen unter anderem auf den Investor Verlag, auf die comdirect bank oder auch auf die Deutsche Börse AG als ihre Partner. Unser Verlag unterhält keinerlei Geschäftsbeziehungen zu diesem Anbieter. Unsere Anfragen an die comdirect oder auch die Deutsche Börse AG ergaben dasselbe Ergebnis. Hier werden bekannte und seriöse Firmennamen missbraucht, um sich in einem professionelleren Licht darzustellen.
Einer unserer Leitsätze: Interne Compliance-Richtlinien gegen Frontrunning
Diese unseriösen Machenschaften schaden der ganzen Branche. Aus diesem Grund haben wir uns bereits vor Jahren eigene Maßstäbe gesetzt, die teilweise über gesetzliche Regelungen hinausgehen. Unsere Philosophie haben wir in unserem „Handbuch für den Privatanleger“ zusammen gefasst.
Unter anderem haben sich alle Chefredakteure, Redakteure und Verlagsmitarbeiter vertraglich verpflichtet, strenge Regeln gegen Insiderhandel einzuhalten. Diese Vereinbarung ist noch strenger gefasst als das Wertpapierhandelsgesetz, dessen Einhaltung von der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) kontrolliert wird. Damit gewährleisten wir, dass sich niemand auf Kosten der Kunden durch gezielte „Kurspusherei“ bereichern kann.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Börsenwoche!
Ihre
Sandra Witscher