Investor-Verlag intern
Investors Daily
vom 20. Dezember 2006 18:00 Uhr
ENL5454
Liebe Investor´s Daily-Leser
In Rücksprache mit dem zuständigen Produktmanager, ist es mir gelungen, heute in Auszügen einen Gastbeitrag veröffentlichen zu dürfen, der normalerweise als sogenanntes "Strategie-Papier" nur den festen Abonnenten des Börsendienstes "Value Investor" vorbehalten ist.
Lesen Sie also bitte den folgenden Beitrag von Herrn Buskamp. Die Updates zu den Einzelempfehlungen konnte ich natürlich (und leider) nicht übernehmen. Wenn Sie sich nach der Lektüre für ein Gratis-Test-Abo des Value Investor interessieren, klicken Sie bitte hier.
Herzliche Grüße
Tom Firley
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Edelmetalle auf Hausse-Kurs!
von F.-J. Buskamp
Liebe Leser!
Ein weiterhin konstruktives Szenario präsentiert aktuell der Edelmetallsektor. Nach den Ausbrüchen aus den charttechnischen Dreiecksformationen haben sowohl der Gold- als auch Silbermarkt ihre Aufwärtsbewegungen fortgesetzt. Inzwischen hat der Gold-Bugs-Index (HUI) ebenfalls nachgezogen und seine seit Mai bestehende obere Abwärtstrendlinie nach oben durchbrochen. Parallel zog auch die HUI-Gold-Ratio weiter an. Mittels dieser Ratio lässt sich feststellen, ob sich die Gold-Aktien relativ stärker oder schwächer als der Goldpreis entwickeln. Da die Gold-Aktien aktuell die Führungsrolle übernommen haben, hat dies eine mittelfristig klar bullishe Aussagekraft für das erste Quartal 2007.
Die Saisonindikatoren signalisieren bis in den Februar 2007 hinein eine positive Goldpreisentwicklung. Da die saisonale Entwicklung auch an anderen Märkten seit einiger Zeit starke Beachtung findet, bewerte ich diesen Aspekt aber mit der gebotenen Vorsicht. Bezieht man allerdings die COT-Daten (Commitments of Traders) ein, ist der Goldmarkt von einer Überhitzung – vergleichbar mit der ersten Maihälfte 2006 – derzeit weit entfernt. Somit stehen die Zeichen gut, dass sich die Hausse in den Edelmetallmärkten dynamisch fortsetzen wird.
Die bullishe Goldentwicklung wird vom Silbermarkt flankiert. Im Gegensatz zum Gold steht der Silberpreis mit Notierungen um 14 US$/Unze bereits unmittelbar vor dem
Jahreshoch bei rund 15 US$. Auf den Goldpreis wartet mit Blick auf den Anstieg in Richtung 730 US$ noch eine charttechnische Hürde bei rund 680 US$. Die Marke
von 700 US$ stellt eher eine psychologische Barriere dar, der aber – wie wir im Frühjahr gesehen haben – keine allzu große Bedeutung beigemessen werden sollte.
In dieser Ausgabe steht wieder die charttechnische Entwicklung im Vordergrund. Ich habe für Sie vier Charts vorbereitet, die die aktuellen Hausse-Trends klar widerspiegeln.
Nach dem Ausbruch aus dem charttechnischen Dreieck Ende Oktober setzte sich die Aufwärtsbewegung zunächst dynamisch in Richtung 630 US$ fort. Danach folgte bis
Mitte November eine Konsolidierung. Wie ich Ihnen bereits vor Ausbruch aus dem Dreieck dargestellt hatte, war nicht mit einer explosiven Kursentwicklung zu rechnen;
da der Ausbruch in der Spätphase der Dreiecksbildung folgte. Je früher ein Ausbruch stattfindet, desto explosiver die nachfolgende Kursentwicklung. Der Vorteil der frühen
Konsolidierung im November bestand darin, dass der Markt nicht vorzeitig übergekauft war. So nähert sich Gold inzwischen schrittweise dem nächsten und zudem relevanten Widerstand bei rund 680 US$ an.
Wird dieser Widerstand überschritten, so eröffnet sich sogleich weiteres Kurspotenzial in Richtung 730 US$, dem Jahreshoch. Der RSI ist noch nicht übergekauft und bestätigt den aktuellen Aufwärtstrend, der bei knapp unterhalb von 640 US$ verläuft. Dem steht der MACD in nichts nach. Der MACD deutet zudem auf kein übergekauftes Szenario hin. Dementsprechend besteht im Goldmarkt derzeit kein weiterer Konsolidierungsbedarf.
Dynamischer als der Goldmarkt entwickelt sich Silber und hat bereits den Hauptwiderstand knapp unterhalb von 15 US$ im Blick. Der seit Anfang Oktober bestehende, kurzfristige Aufwärtstrend entwickelt sich zudem etwas steiler als beim Gold. Dieser verläuft aktuell bei ca. 13,30 US$. Der Relative-Stärke-Indikator (RSI) bestätigt ebenfalls den Aufwärtstrend, hat aber bereits die übergekaufte Zone erreicht. Vergleicht man die Entwicklung mit dem Frühjahr 2006, so deutet dies nicht zwingend auf einen sofortigen Konsolidierungsbedarf hin. Die Entwicklung lässt aber die Interpretation zu, dass Silber die Hürde bei ca. 15 US$ nicht im ersten Anlauf überwinden wird. Gehen Sie davon aus, dass Silber im Bereich um 15 US$ seinen kurzfristigen Aufwärtstrend testen wird. Das Korrekturpotenzial reicht in diesem Fall bis zu 2 US$.
Der längerfristige Aufwärtstrend verläuft derzeit bei rund 11,50 US$ und rückt somit erst einmal außer Reichweite. Die 200-Tage-Linie verläuft bei 11,82 US$, der Abstand zum aktuell Kurs beträgt somit 20% und ist weit von einer Überhitzung entfernt. Zum Vergleich: Im Mai belief sich die Differenz auf extreme 74%!
Auf dem Weg zum Jahres- und Allzeithoch hat der HUI (Gold Bugs Index) noch ein gutes Stück Arbeit vor sich. Der seit Anfang Oktober laufende Aufwärtsswing von rund 270 auf 340
Punkte wurde in der ersten Novemberhälfte durch eine kurzfristige Korrektur in Richtung 315 Punkte unterbrochen. Danach setzte sich der Anstieg sehr dynamisch
fort. Zuletzt konnte der Widerstand von 350 Punkten überschritten werden. Oberhalb von 360 Punkten wird die Luft zunächst dünn, da hier das September-Hoch in Reichweite
rückt. Es ist aufgrund der aktuellen Chartlage jedoch nicht von einer Wiederholung der Entwicklung im September auszugehen, da die aktuelle Rallye nicht aus einer
Seitwärtskonsolidierung resultiert.
Entscheidend wird allerdings der Break der Marke von 370 Punkten. Eine schnelle Rallye bis rund 385 Punkte ist in diesem Fall vorprogrammiert. Wie Sie der Chart
entnehmen können, warten noch drei Widerstände auf dem Weg zu neuen Höchstkursen. Gehen Sie hier von einer Step-by-Step-Entwicklung aus.
Insbesondere unterhalb von 400 Punkten ist mit einer Konsolidierungsphase zu rechnen, bevor nach einem erfolgreichen Break dieser Marke mit einer rasanten Hausse-Fortsetzung in Richtung 500 Punkte zu rechnen ist. Für diese entscheidende Phase kalkuliere ich einen Zeitraum von rund acht Wochen ein. Die 500er-Marke stellt das Mindestziel für eine Fortsetzung der Hausse bis zum Sommer 2007 dar.
Mit dem zuletzt dynamischen HUI-Anstieg gehen die Gold-Aktien in eine klare Hausse-Vorlage für den Goldmarkt. Schauen wir uns dazu den HUI-Gold-Ratio-Chart einmal näher an.
Die HUI-Gold-Ratio hat ihren Aufwärtstrend seit September klar fortsetzen können und zuletzt noch an Dynamik zugelegt. Der eindeutige Break der oberen Abwärtstrendlinie am 30.11. liefert ein vorauslaufendes Signal für den Goldmarkt. Unter Berücksichtigung historischer Entwicklungsmuster kann daher mit großer Sicherheit davon ausgegangen werden, dass der Goldmarkt in den kommenden drei Monaten seine Rallye in Richtung des Jahreshochs von 730 US$ nicht nur fortsetzen, sondern auch überschreiten wird. Ein neues Jahreshoch bei den Goldpreisen ist daher bis zum Februar 2007 denkbar.
Die Kursspanne reicht von 750 bis 780 US$. Mit etwas Glück könnte sogar die Marke von 800 US$ bis Mitte Februar 2007 getestet werden.
Viele Grüße
F.-J. Buskamp
Hinweis: Herr Buskamp ist Chefredakteur des erfolgreichen Börsendiestes Value Investor. Wenn auch Sie vom Value Investor mit konkreten Empfehlungen zu unterbewerteten Qualitäts-Aktien und den wöchentlichen Strategiepapieren profitieren wollen, dann können Sie den Value Investor jetzt 30 Tage testen. Lesen Sie, wie Sie optimal an den kommenden Entwicklungen teilhaben: DAX auf 8.000, DOW JONES 14.000, Gold auf 1.000 US$. Klicken Sie bitte hier.



