Investieren mit Optionsscheinen XII
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Derivate & Hebelprodukte
vom 20. Juni 2008, 11:00 Uhr
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Und noch einmal herzlich willkommen liebe Leser,
zum 12. Teil aus der Reihe Investieren mit Optionsscheinen.". Es freut mich sehr, dass Sie auch heute wieder und immer noch dabei sind, denn dieser Teil heute soll auch der letzte aus der Reihe Investieren mit Optionsscheinen" werden. Der letzte, fragen Sie sich vielleicht, ja sind wir denn schon fertig mit den Optionsscheinen?
Dies kann ich nur mit einem klaren Nein beantworten. Heute werden wir lediglich das Basiswissen abschließen, um am kommenden Mittwoch mit einer neuen Devisenmonitor-Reihe unter dem Titel Die Optionsschein-Griechen" zu beginnen. Die so genannten Griechen sind die wichtigsten Parameter zur Preisfindung von Optionen und Optionsscheinen und als so genannte moderne Analyseinstrumente" besser geeignet anstehende Fragen zu beantworten als die vorgestellten klassischen Analyseinstrumente".
Doch kommen wir zum heutigen Thema. Zunächst mit einem Nachtrag zum einfachen Hebel vom Mittwoch:
Sie mögen sich erinnern: den Beitrag vom Mittwoch schloss ich mit einer Warnung ab, dahingehend, dass die Berechung des einfachen Hebels mitunter völlig unzureichende, falsche Renditeerwartungen hervorrufen kann. Denn die Berechung des einfachen Hebels lässt keine Rückschlüsse auf kommende Preisveränderungen zu. Um den einfachen Hebel aber korrekt anwenden zu können, müssten künftige Änderungen in Basiswert und Optionsscheinpreis bekannt sein.
Ich warne an dieser Stelle ausdrücklich, weil der einfache Hebel für viele Anleger noch immer eine wichtige Kenngröße ist und als Analyseinstrument genutzt wird, obgleich seine Aussagekraft teilweise sehr irreführend sein kann.
Dies gilt vor allem für Optionsscheine die sich out of the money befinden. Hier ruft der einfache Hebel völlig falsche Renditeerwartungen wach, da gerade hier die Veränderung der Optionsscheinpreise viel stärker von anderen Faktoren wie der Volatilität abhängig ist.
Halbwegs aussagekräftig ist der einfache Hebel deshalb nur bei Optionsscheinen die sich tief in the money befinden.
Nun werden Sie sich vielleicht fragen, ob es denn keine andere Möglichkeit gibt die zukünftige Entwicklung des Optionsscheinpreises zu bestimmen". Doch die gibt es! Diese Möglichkeit ist einer dieser oben genannten Options-Griechen, nämlich das Omega der theoretische Hebel. (doch dazu eben in der kommenden Serie mehr)
Abschließend ist zu sagen, dass die vorgestellten drei klassischen Analyseinstrumente (einfacher Hebel, Aufgeld und Break Even) nur Informationen über Kurs-oder Preisveränderungen am Verfallstag des Optionsscheins geben können. Da die meisten Anleger aber ihre Optionsscheine schon vor Verfall wieder verkaufen, haben die Klassiker einen reinen Nebenbei-Info-Wert.
Alle Fragen, welche darüber hinausgehen, können die Klassiker nicht beantworten.
An dieser Stelle aber, kommt dann die bereits bekannte Black & Scholes Formel ins Spiel. Sie werden sich erinnern, wir haben uns mit der Formel zur Optionspreisberechung bereits während der Reihe Wissenswertes zu Volatilität" beschäftigt.
An dieser Stelle möchte ich Sie auf diese Reihe auch noch einmal aufmerksam machen. Denn die Volatilität ist ein wichtiger Bestandteil der Optionsscheinpreisfindung und diese Kenngröße zu kennen ist äußerst bedeutsam um Preisveränderungen bei Optionsscheinen nachvollziehen zu können.
Teil der Black & Scholes Formel oder ihrer Ableitungen sind aber eben auch die Options-Griechen. Und jeder dieser Griechen stellt eine eigene wichtige Kennziffer dar.
Deshalb würde ich mich freuen, wenn Sie auch am nächsten Mittwoch wieder dabei sind beim Beginn der neuen Devisen-Monitor-Reihe Die Optionsschein-Griechen".
Bis dahin liebe Grüße, ein schönes Wochenende und viel Fußballeuphorie
Ihre Miriam Kraus
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