Investieren in Kupfer?!

Andreas Lambrou in Rohstoff Daily zum Thema Kupfer
vom


von Andreas Lambrou

Liebe Leser,

Heute möchte ich Ihnen von einem wirklich speziellen Metall berichten. Kein Edelmetall zwar, „nur ein Industriemetall“……


…aber ….es handelt sich um das am längsten und bis heute am meisten verwendete Metall.

Ich will Sie nicht länger auf die Folter spannen, liebe Leser, es handelt sich um Kupfer.

Der Streik in der weltweit größten Kupfermine Escondida ist beendet, trotzdem zeigen die Kupferpreise

immer noch nicht nach unten. Denn Escondida war kein Einzelfall. Noch immer ist die Nachfrage

nach Kupfer aus Asien, Europa und Nordamerika enorm stark und es kommt einfach nur wenig neues

Angebot auf den Markt. Grund genug für mich, sich den Rohstoff genauer anzusehen.

Der Preis für Kupfer ist äußerst volatil. Gegenwärtig notiert er bei 7521,25 US Dollar pro Tonne. Um es vorweg zu nehmen ich denke, dass Kupfer ein sehr wichtiger und zugleich aussichtsreicher Rohstoff ist, allerdings befinden wir uns zurzeit auch in einer Konsolidierung die dafür spricht, dass die aktullen Kupferpreise im Kassamarkt nicht ins unendliche ansteigen werden, sondern bereits der aktuell relativ hohe Kupferpreis dazu führen könnte, dass die Minen- und Recyclingproduktion so attraktiv ist, dass es keines enormen Preisanstiegs mehr bedarf, um in den Minenkonzernen Rekordgewinne einzufahren. Deshalb, aber da komme ich noch in meinem zweiten Artikel im morgigen Rohstoff-Daily, ist Kupfer aktuell kein blinder Kauf mehr. Vielmehr sollten Sie als Anleger nach aussichtsreichen Kupferaktien Ausschau halten oder den Kupferpreis via einem Discount-Zertifikat spielen. Doch dazu morgen mehr.

Zunächst möchte ich einen kleinen Ausflug in die Geschichte machen.

Kupfer – ein kurzer Ausflug in die Geschichte

Zusammen mit Gold , Silber und Zinn war Kupfer das erste Metall, welches die Menschheit in ihrer Entwicklung kennen lernte.

Da Kupfer leicht zu verarbeiten ist, wurde es bereits von den ältesten bekannten Kulturen vor etwa 10.000 Jahren verwendet. Die Zeit seines weiträumigen Gebrauchs vom 5. Jahrtausend v. Chr. bis zum 3. Jahrtausend v. Chr. wird manchmal auch Kupferzeit genannt.

Später wurde es mit Zinn und Blei zu Bronze legiert. Diese härtere und widerstandsfähigere Legierung wurde zum Namensgeber der Bronzezeit.

Eine weitere Kupfer-Zink-Legierung, das goldgelbe Messing, war bereits im antiken Griechenland bekannt.

Kupfer : Verwendung und Eigenschaften

Kupfer weist eine ausserordentlich gute thermische und elektrische Leitfähigkeit auf.

Deshalb wird es überwiegend in der Elektroindustrie, aber auch für Elektro – und Sanitärinstallationen, für elektrische Kabel, Leiterbahnen und Bauteile aber auch als Wärmeableiter genutzt.

Die Bau- und Elktroindustrie (inkl. Kupferkabel in Autos, Spulen in Elektromotoren usw.) werden 70 % des Kupfers verbraucht.

Im Kunsthandwerk wird Kupfer gerne aufgrund seiner leichten Verformbarkeit eingesetzt.

Kupfer ist äusserst korrosionsbeständig und wird daher gerne für Dachdeckung genutzt. Auf einem Kupferblechdach bildet sich eine grünliche Patina aus Kupferhydroxiden die mehrere Jahrhunderte vor Korrosion schützt.

Kupfer ist oftmals und gerne Bestandteil vieler verschiedener Legierungen, wie eben Messing, Bronze und Neusilber.

So ist zum Beispiel die goldene Farbe der Euromünzen, eine Kupfer – Zink – Aluminium – Zinn – Legierung. Doch , liebe Leser, auch die alte DM Münze war eine Kupfer – Legierung: Kupfer – Nickel.

Kupferverbindungen kommen in Farbpigmenten, als Toner, in medizinischen Präparaten und galvanischen Oberflächenbeschichtungen zum Einsatz.

Kupfer ist unbeschränkt recyclebar, denn das recycelte Kupfer besitzt dieselbe Qualität wie der Primärrohstoff. Das unterscheidet Kupfer also massgeblich von einem Rohstoff wie beispielsweise Rohöl, welches begrenzt vorhanden und auch tatsächlich verbraucht wird.


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