Investieren in Aktien, Öl, Gold
Tom Firley in Investors Daily zum Thema Gold als Geldanlage
vom 3. April 2009, 18:00 Uhr
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Liebe Leser,
die Summe der Börsianer-Aktivitäten ist nicht unbedingt das, was an der Börse dabei herauskommt. Anders ausgedrückt: Miss Börse hat immer Recht, die Masse der Börsianer eher selten. Schauen Sie sich zum Beispiel die aktuelle Börsen-Stimmung an. Diese ähnelt ein wenig einer Goldgräber-Stimmung.
Irgendwie erhoffen sich nun einige Börsianer die Wiederholung der Börsenentwicklung seit 2003. Denn irgendwie muss die Hausse ja weitergehen. Irgendwie muss sich ja die Aufwärtsfahrt ein zweites Mal wiederholen. Dies würde bedeuten, dass der Dax in ein paar Jahren wieder bei 8.000 stünde.
Ich wehre mich nicht gegen eine solche Ansicht, auch wenn ich sie nicht 100%ig teile. Im Gegenteil: Je mehr Anleger / Analysten / Börsianer genau diese bullishe Wiederholungstäter-Ansicht haben, umso eher wird sich ein Trend etablieren.
Und wenn sich tatsächlich ein neuer Aktien-Aufwärtstrend etablieren sollte, dann ist auch relativ klar, was der Ölpreis machen wird. Und um die Ecke gedacht, wird dann Gold umso interessanter, natürlich auch Gold-Aktien.
Der Reihe nach und zu den charttechnischen Fakten:
Chart Rohöl - Brent Crude Oil Future
Öl befindet sich nach der Brachial-Rutschfahrt (von Sommer 2008 bis Ende 2008) in einem - wenn auch seichten - Aufwärtstrend. Eines ist klar:
Wenn die Aktien in den nächsten Wochen einmal schwache Tage haben sollten, dann war ein steigender Ölpreis - wahrheitsgemäß - nicht daran schuld. Aber natürlich werden Sie diese „Ausrede" ab und an in den Medien lesen, meistens dann wenn den Berichterstattern gerade nichts anderes einfällt.
Faktisch aber wird der Ölpreis einhellig mit den Aktien steigen - falls die Rally weitergeht. Ist ja auch logisch. Wenn wir aus dem Gröbsten raus sind (wie zum Beispiel Barack Obama hofft) und das Rezessions-Ende in Sichtweite, dann wird auch die Nachfrage nach Öl steigen.
Und Gold?
Denken Sie, dass jetzt alle Börsianer wieder Ihre aufgebauten Gold-Bestände auf den Markt werfen, weil vielleicht eine Aktien-Rally oder gar massive Aufwärtsbewegung stattfinden wird?
Denken Sie das wirklich?
Na also. Hätte mich auch gewundert. Natürlich würden die Börsianer unter diesen Umständen ihre Gold-Bestände (egal in welcher Form) NICHT auf den Markt werfen.
Diejenigen, die ihre physischen Bestände aufgebaut haben (wie hier im Investors Daily seit Jahrhunderten geraten, noch vor der Erfindung des Internets), werden diese auch nicht wieder hergeben.
Klar, es gibt auch ein paar Gold-Shorties, die nur darauf warten, dass der Goldpreis fällt. Und wenn diese sich eindecken müssen (also praktisch Gold kaufen müssen), dann wird auch dadurch der Goldpreis gestützt.
Merken Sie was?
So oder so - der Goldpreis wird sehr wahrscheinlich stabil bleiben oder steigen. Und das ist nicht nur interessant für Gold, sondern natürlich auch für Gold-Aktien. Lesen Sie hierzu bitte den nächsten Gastbeitrag von Friedrich Lange.
Viel Erfolg an der Börse
Ihr
Tom Firley
Chefredakteur Investors Daily
PS: Herr Lange hat es tatsächlich (neutral überprüft!) in den letzten schwierigen Monaten geschafft, sehenswerte Gewinne in seinen Musterdepots zu erzielen. Lesen Sie selbst.
