Interessantes aus den Zeitungen ...
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily
vom 10. September 2004 18:00 Uhr
ENL5454
*** In der britischen Presse habe ich ein paar Dinge gefunden, die ich erwähnenswert finde. Eine Studie über Singles – geschieden, verwitwet oder niemals geheiratet – hat herausgefunden, dass das Alleinsein ein größeres Gesundheitsrisiko ist als das Rauchen.
Hmmm ...
Ich habe niemals verstanden, warum die Regierung so hartnäckig versucht, die Leute vom Rauchen abzubringen. Das sei ein "Gesundheitsrisiko", sagt die Anti-Tabak-Bewegung. Aber es gibt viele Dinge, die Leute tun können, um ihr Leben zu verkürzen. Warum stellt man da besonders das Rauchen heraus?
"Raucher schaffen dem öffentlichen Gesundheitssektor hohe Kosten", war die Antwort. Aber was ist mit denen, die zuviel essen, und denen, die keinen Sport machen oder niemals heiraten (das ist zumindest die Implikation dieses Artikels).
*** In den Zeitungen Londons habe ich außerdem gelesen, dass englische Forscher, die sich mit Skeletten in einem Museum in Mexico-City beschäftigen, herausgefunden haben, dass die Knochen, die in Kalifornien gefunden wurden, nicht zur selben Rasse der "Eingeborenen" Amerikas gehören, die vor ca. 10.000 Jahren über die Bering-Straße gekommen sein sollen. Die Skelette, um die es geht, haben viel längere, schmalere Schädel als die sibirischen Stämme (die Vorfahren der Indianer), die in Nord- und Südamerika siedelten. Diese Leute – von denen die britischen Forscher glauben, dass sie aus Südostasien oder Australien kamen – waren bereits in Kalifornien, als die Neuankömmlinge aus dem Norden ankamen. Die Knochen aus der Baja California sollen 12.500 Jahre alt sein. DNA-Tests werden durchgeführt werden. Bleiben Sie dran.
*** Und zurück nach Frankreich ...
Zwei Dinge werden laut den heutigen Zeitungen immer populärer. Zunächst einmal ein Film über Chorjungen – der in Frankreich so ein Hit ist, dass er zu einer ganz neuen Mode, dem Singen in Choral-Gruppen, geführt hat. Überall im Land formen sich neue Choral-Gruppen, mit mehr als 300.000 Menschen.
Das zweite ist ein neues Buch: "Hallo Faulheit", das zeigt, wie man am besten faul ist.
Selbst die New York Times hat dieses Buch kommentiert. Denn die Autorin dieses Buches ermuntert ihre Leser(innen) dazu, "zur Arbeit zu erscheinen, aber nichts wirklich zu tun." Das ist eine revolutionäre Doktrin, besonders für da die Franzosen normalerweise das Gegenteil tun: Sie scheinen nicht hart zu arbeiten, schaffen aber sehr viel.
Was das Buch so bekannt machte: Der Arbeitgeber der Autorin – die französische nationale Elektrizitätsgesellschaft – bekam ihre Autorschaft mit und versuchte, sie zu feuern. Natürlich, es geht um Frankreich, ging das nicht ... selbst der offene Vorwurf der internen Sabotage war nicht ausreichend, um eine Kündigung durchzubringen. Sie hätte schon den Vorstandsvorsitzenden und den gesamten Vorstand umbringen müssen ... und selbst dann wäre sie wahrscheinlich nach einigen Wochen wieder an ihrem Arbeitsplatz gewesen, und ihr Arbeitgeber wäre dazu gezwungen worden, ihr den Lohnausfall zu erstatten und ihr zusätzliches Gehalt für Beratungsdienste zu geben!