Thomas Kallwass ist unser Spezialist für alternative Investment-Chancen. Seine Handelsstrategien sind wissenschaftlich untermauert und langfristig erfolgreicher als der Gesamtmarkt.
Thomas Kallwaß in Devisen-Monitor zum Thema Devisen
vom
Ende Mai wurde es im Schweizer Franken zum wiederholten Male spannend. Gerüchte gingen um, die Schweizer könnten zur Reduktion des Kapitalimports Ausländer zusätzlich besteuern, die Geld in der Schweiz anlegen. Beim sehr niedrigen Zinsniveau in der Schweiz hätte eine solche Steuer sofort Verluste für die Anleger zur Folge. Daher würden die ihr Kapital aus der Schweiz abziehen und so den viel zu hoch bewerteten Franken abwerten lassen.
Franken ist noch 50% von der Kaufkraftparität entfernt
Denn an dessen Bewertung beißen sich noch immer die Exporteure und die Notenbank die Zähne aus. Bei einem Kurs, der mehr als 50% von der Kaufkraftparität entfernt ist, können die Exporteure nur weit unter ihrem bei fairen Kursen möglichen Produktionsniveau arbeiten - es wird also Potential verschenkt.
Die Gerüchte um eine Steuer wurden konkreter
Die Gerüchte um eine neue Steuer geistern schon seit geraumer Zeit umher. Aber erst in der vergangenen Woche wurden sie so glaubwürdig, dass der Kurs des Franken Bewegung zeigte. Und was für eine:
Im Chart des Franken ist das Gerücht deutlich sichtbar
Gut sichtbar ist das sehr schmale Kursband am unteren Chartrand: Die Tagesschwankungen waren über Wochen minimal. Bis zum 24. Mai. Da schossen die Kurse auf fast 1,21 nach oben. Zahlreiche Marktteilnehmer nutzen diese Chance, um neue Shortpositionen aufzubauen.
Deutlich wird das am schnellen Rückgang des Kursniveaus auf sein Ursprungsniveau (ganz am rechten Rand des Charts). Doch die Volatilität blieb noch bis zum späten Freitagabend merklich höher als vor Donnerstag - die Marktteilnehmer wurden dauerhaft aufgescheucht.
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