Instrumente für den Devisenhandel - Teil 2

in Investoren Wissen zum Thema Devisen
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Sonstige Hebelprodukte

Sonstige Hebelprodukte sind Derivate, welche eine gehebelte Partizipierung an den Kursbewegungen des Underlyings ermöglichen. Anleger können auf fallende und steigende Kurse setzen und mit kleinen Beträgen (je nach gewähltem Hebel) große Summen bewegen.



Im Gegensatz zu Optionen oder Optionsscheinen haben Volatilität und Restlaufzeit (wie bei Futures) kaum Einfluss auf die Preisbildung. Dafür besitzen Hebelprodukte „Knock-out-Level“, welche bei Über- oder Unterschreiten (gemessen am Basiswert) ausgelöst werden und dazu führen, dass die Scheine auf einen vorher festgelegten Preis "verfallen".

 

ETFs

Bei uns noch nicht üblich, doch in den USA gibt es bereits ETFs auf Währungen, welche mit bis zu dreifachem Hebel die Kursbewegung eines Währungspaares nachbilden. Auch Optionen mit den jeweiligen ETFs als Basiswert werden kräftig gehandelt. Mehr dazu finden Sie unter diesem Link.

 

Futures

Futures sind standardisierte Terminkontrakte, welche zwei Parteien zu einem verbindlichen Vertrag (Kontrakt) verpflichten. Durch den Kauf/Verkauf eines Future verpflichten sich Käufer und Verkäufer, einen bestimmten Basiswert (z.B. eine Währung), zu einem in der Zukunft liegenden Termin in einer bestimmten Größenordnung (Kontraktgröße) und zu einem festgelegten Preis zu handeln.

Die Kontraktgröße sowie der Fälligkeitszeitpunkt der Währungsfutures sind wie bei „nomalen“ Futures (auf Indizes oder Rohstoffe) von der Börse genormt. Beachten Sie bitte, dass dadurch die Kontraktgrößen für Privatinvestoren meist zu groß sind. Auch sind nicht so viele Crossrates per Future handelbar wie z.B. mit Optionsscheinen.

Da es sich bei Währungsfutures um Termingeschäfte handelt, muss bei der individuellen Anlagestrategie die Zinsdifferenz zwischen beiden Währungen beachtet werden. Nicht nur aus diesem Grund eignen sich Währungsfutures fast ausschließlich für professionelle/institutionelle Anleger.

 


Beste Grüße

 

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Alexander Hahn
Alexander Hahn

Alexander Hahn ist Mathematiker, stieß Ende 2007 zum Investor Verlag und ist Chefredakteur des kostenlosen Newsletters Value Daily.

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Kommentar von Rainer Schachte

Sehr geehrte "Investor Wissen", ich habe einen Optionsschein Manz... CM1DH0, dieser ist am 9. 2. innerhalb von 15 Min (15.30 - 16.00) von 1,15 auf 0,93 gefallen, obwohl die Manz keine Sprung gemacht hat. Ist das OK?, wenn ja, warum?

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