Insidertransaktionen: Münchener Rück und Fresenius SE Vz.

Katja Kram in Insider Daily zum Thema Aktien
vom


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

"niedrige Kurse sind Kaufkurse", sicher werden Sie diesen Satz schon unzählige Male gehört haben. Betrachtet man die Insideraktivitäten, dann erkennt man, dass an diesem Ausspruch durchaus etwas Wahres dran sein muss. Aber lesen Sie selbst.

Münchener Rück sieht in der Krise auch die Chance


Wenige Tage nachdem die Münchener Rück die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 bekannt gab und der Kurs der Aktie aufgrund der gesenkten Prognose nachgab, wurde der Vorstandsvorsitzende Nikolaus von Bomhard auf Einkaufstour gesichtet. Am 05.03.2009 erwarb er ein Aktienpaket von 2.000 Anteilsscheinen in einem Gesamtvolumen von 167.000 Euro, was einem Preis von 83,50 Euro je Stück entspricht. Sicher löst ein Kauf von einem Unternehmenslenker keinen Käuferansturm auf die Aktien des Unternehmens aus. Dennoch drängt sich der Gedanke auf, dass Vorstandschef von Bomhard in Zukunft für die Münchener Rück wieder bessere Zeiten anbrechen sieht.

Asien ist nach wie vor ein Wachstumsmarkt

Schließlich hat der größte Rückversicherer Deutschlands in seiner beinahe 130 Jahre währenden Unternehmensgeschichte schon so manche Krise überwunden. Auch wenn der Konzern sich nur verhalten über die Entwicklungen in naher Zukunft äußert und einst angekündigte Gewinnziele revidiert. Die Unternehmensführung erwartet, dass der Versicherungskonzern die Finanzkrise überstehen wird und sieht sogar Wachstumschancen in der derzeitigen Situation, wie Vorstandsmitglied Ludger Arnoldussen dem "Tagesspiegel" am vergangenen Wochenende mitteilte: "Gerade jetzt sind solide, verlässliche Rückversicherer gefragt - und zwar weltweit." Das größte Wachstumspotenzial sieht Arnoldussen in China und Indien. Wie er im Interview sagte, werden diese Länder im Schnitt ein höheres Wachstum haben.

Fresenius SE steigt auf - Vorstandsmitglied steigt ein

In wenigen Tagen ist es so weit, dann gesellt sich die "Mutter" Fresenius SE zur "Tochter" Fresenius Medical Care. Am 23.03.2009 wird der Mutterkonzern Fresenius SE in den DAX aufsteigen. Den Aufstieg in die erste Liga hat Fresenius SE seinem dynamischen Wachstum in den zurückliegenden zehn Jahren zu verdanken. Aktuell befindet sich der Gesundheitskonzern auf Platz 25 in der Rangliste börsennotierter deutscher Unternehmen.

Gestern geriet die Aktie des künftigen DAX-Mitgliedes unter starken Verkaufsdruck. Trotz allgemein guter Börsenstimmung gehörte die Fresenius-Aktie mit Minus 6,5% zu den wenigen Kursverlierern. Das rief einen Firmeninsider auf den Plan. Vorstandsmitglied Stefan Sturm nutzte die Gunst der Stunde und kaufte gestern 1.000 Aktien zu einem Kurs von 33,20 Euro Stück. Damit erwischte er einen recht günstigen Zeitpunkt zum Einstieg, denn die Aktie notiert aktuell wieder bei 35,00 Euro. Der gestrige Kursrutsch ist eigentlich nicht zu erklären, denn es ist erst wenige Tage her, da stellte der Konzern für 2009 ein währungsbereinigtes Umsatzplus von mehr als 10% und eine EBIT-Marge von 15% in Aussicht.

Ich wünsche Ihnen einen ruhigen Donnerstag.

Ihre

Katja Kram


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