Insidertransaktionen im Überblick
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 16. September 2008, 10:00 Uhr
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Die erneute Kursschwäche an den Aktienmärkten wurde auch von den Insider zum Kauf eigener Aktien genutzt. Lange war nicht eine derart große Zahl an Insiderkäufen am Markt zu verzeichnen.
Bei der im SDAX notierten alstria office REIT erwarb Marion Stuhlmann, Frau von Aufsichtsratschef Alexander Stuhlmann, ein Aktienpaket mit 2.000 Aktien im Gegenwert von 20.684 Euro. Der erzielte Kaufkurs lag bei 10,34 Euro. Die Aktie gab heute im schwachen Marktumfeld nochmals nach und notiert aktuell bei 10,01 Euro.
Bei Medienkonzern EM.Sport Media kaufte der Vorstandschef höchstpersönlich. Bernhard Burgener erwarb 170.000 eigene Aktien seiner Gesellschaft zum Kurs von 2,40 Euro. Gegenwert der Transaktion: 408.000 Euro. Der SDAX-Wert notiert aktuell nur knapp unter dem Einstandskurs von Herrn Burgener bei 2,36 Euro.
Auch bei dem Software-Hersteller Mensch und Maschine hat Vorstandsvorsitzender Adi Drotleff eigene Aktien in sein privates Depot gekauft. Er erwarb 38.000 Stück Mensch und Maschine-Aktien im Gegenwert von 205.200 Euro. Sein Einstandskurs lag bei 5,40 Euro. Die Aktie kommt seit Jahresbeginn 2008 nicht so recht aus ihrer lethargischen Seitwärtsbewegung heraus. Ob der Insiderkauf dies ändern kann, bleibt abzuwarten.
Einer der wenigen Konzerne auf der Insiderverkaufsseite ist primion Technology. Neben dem Vorstandschef Heinz Roth, der ein horrendes Aktienpaket mit 1,07 Mio. Stück zu 6,00 Euro je Aktie veräußerte, verkaufte auch die beteiligte VHR Verwaltungsgesellschaft von Herrn Roth 78.500 primion-Anteile im gegenwert von 471.000 Euro. Die primion Technology AGsteht vor einer möglichen Übernahme. Wie das Unternehmen mitteilte, sei man darüber informiert worden, dass die spanische Azkoyen S.A. ein Übernahmeangebot an die Aktionäre der Gesellschaft unterbreiten werde. Azkoyen S.A. ist ein Hersteller von Automaten für Tabakwaren, Getränke und Snacks. Der Preis, den Azkoyen pro primion-Aktie bezahlen will, beträgt 6 Euro, welche in bar gezahlt werden sollen. Eine Empfehlung, ob die Aktionäre das Angebot annehmen sollen oder nicht, gab primion bislang nicht heraus. Jedoch zeigt sich am Verhalten des Vorsitzenden des Vorstandes, welche Richtung die Unternehmensleitung einschlägt. So hat der Vorstandsvorsitzende Heinz Roth bereits einen Kaufvertrag über knapp 1,12 Millionen Aktien zu je 6 Euro abgeschlossen. Bislang hielt Roth 29,11 Prozent des Grundkapitals der primion AG. Durch den Verkauf wird er nun jedoch 20,11 Prozent des Grundkapitals an Azkoyen abtreten.
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