Insiderkäufe: Bei welchen Firmen schon bald die Post abgehen könnte
Georg Pröbstl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 18. Juni 2007 17:00 Uhr
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Lieber Leser,
8.095,76 Punkte hatten wir heute schon im DAX. Bis zum Allzeithoch vom 7. März 2000 bei 8.136,16 Zählern fehlen also nur noch rund 40 Punkte. Und den Gipfelsturm werden wir wohl schon bald erleben. Der neue Rekord lässt sich diesmal nicht nur fundamental begründen. Ich gehe nämlich davon aus, dass zur Zeit sehr viele charttechnisch orientierten Anleger kräftig am Markt mitmischen: Sie wollen eine neues Hoch sehen und danach eine Fortsetzung der Hausse am deutschen Aktienmarkt aus technischer Sicht.
Das ist das Spannende an Börse: Es gibt viele Glaubensrichtungen der Anleger. Eine davon ist die Spekulation auf Insidergeschäfte. Bei solchen Geschäften treten beispielsweise der Vorstand oder Aufsichtsrat eines Unternehmens als Käufer oder Verkäufer der entsprechenden Aktie auf. Wer auf Insiderdaten setzt, steigt ein und spekuliert damit auf höhere Kurse, wenn es bei einer Aktie Insiderkäufe gibt. Bei Insiderverkäufen dagegen werden fallende Notierungen erwartet. Auch das lässt sich nutzen, beispielsweise über Leerverkäufe oder entsprechende Zertifikate und Optionsscheine.
Hintergrund: Insider kennen die Geschäftslage, die Bücher eines Unternehmens natürlich viel besser als jeder Außenstehende. Die Manager wissen vielleicht schon monatelang vor dem Markt von einem bevorstehenden Großauftrag. Oder aber, dass sie möglicherweise schon bald einen Großkunde verlieren werden.
Tatsächlich sind Insidergeschäfte oft ein Indiz für steigende oder fallende Kurse. Welcher Vorstand schließlich würde sich Aktien seines Unternehmens kaufen, wenn er wüsste, dass seine Firma bald in Schieflage gerät. Oder welcher Vorstand würde Aktien weiter halten, wenn er weiß, dass der Kurs wegen der schlechten Nachrichtenlage bald zusammenbrechen wird.
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