Insider im Fokus: VK Mühlen

in Insider Daily zum Thema Aktien
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VK Mühlen gab heute über die Presse bekannt, erfolgreich eine Kapitalerhöhung abgeschlossen zu haben. Sämtliche angebotenen Anteilsscheine konnten platziert werden. Das Unternehmen hat rund 0,38 Mio. Aktien neu ausgegeben, davon seien knapp 0,27 Mio. allein durch die Hauptaktionärin LLI EUROMILLS GmbH, eine Wiener Raiffeisen-Firma, gezeichnet worden. Das Unternehmen hält damit jetzt 54,46% an VK Mühlen.


Durch die KE fließen dem Unternehmen rund 13,7 Mio. Euro in die Kasse. Dieses Geld wird dringend gebraucht. Es soll zur Finanzierung der Geldbußen aus den Kartellverfahren in Deutschland, in Frankreich und in den Niederlanden verwendet werden", heißt es.

Im Oktober hatte VK Mühlen, aufgrund des Bußgeldbescheids des deutschen Bundeskartellamts eine Gewinnwarnung aussprechen müssen. Die Aktie beschleunigte daraufhin die seit Februar 2011 andauernde Talfahrt noch einmal drastisch. Binnen eines Jahres büßte die Management- und Finanzholding die Hälfte ihres Börsenwertes ein. Aktuell wird Europas größte Mühlengesellschaft gerade mal mit etwa dem Zehntel eines Jahresumsatzes bewertet.

Doch zum Jahreswechsel 2011/2012 begann sich der Kurs im Bereich 40 Euro zu stablilisieren. Die Restrisiken aus dem Kartellverfahren scheinen nun endgültig eingepreist.

Alle Karten liegen auf dem Tisch: Die sich aus dem Bußgeld ergebende Ergebnisbelastung wird sich negativ auf das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2011 / 2012 auswirken. Auch für das Geschäftsjahr 2010/2011 rechnet der Vorstand mit einem negativen Konzernergebnis vor Ertragsteuern in einer Größenordnung von 30 Mio. Euro

Das Bundeskartellamt hat das Kartellverfahren gegen die VK Mühlen AG und einige ihrer Tochterunternehmen im Zusammenhang mit wettbewerbswidrigen Absprachen im Geschäftsbereich "Weichweizenmehl" gegen Zahlung einer Geldbuße in Höhe von EUR 23,8 Mio. mit Zugang des Bußgeldbescheides am 25. Oktober 2011 für abgeschlossen erklärt. Die VK Mühlen AG hat den Bußgeldbescheid im Rahmen eines Settlement akzeptiert, um das seit mehr als drei Jahren anhängige Verfahren zu beenden und dadurch finanzielle Planungssicherheit zu erlangen. Um die Jahresraten bezahlen zu können, entschloss sich das Unternehmen zur Durchführung einer Kapitalerhöhung.

von
Cindy Ullmann
Cindy Ullmann

Cindy Ullmann nimmt regelmäßig Insidergeschäfte unter die Lupe. Sie stellt „Directors’ Dealings“ vor - zum Vorteil ihrer Leser.

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Der Börsenbrief von Cindy Bach: "Aktien-Monitor"


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