Insider im Fokus: Smartrac N.V.
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 2. Dezember 2008, 10:00 Uhr
ENL5454
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
bei der in Amsterdam ansässigen, aber auch an der deutschen Börse gehandelten Smartrac N.V. sind die Konzerninsider bereits seit Oktober in absoluter Kauflaune. Durch die Bank weg sind hier fast alle Insider, vom Vorstandschef bis hin zum Großaktionär auf der Käuferseite vertreten.
Die beteiligte Gesellschaft ICM Netherlands beispielsweise erwarb allein im November 662.000 Smartrac-Aktien im Gegenwert von rund 8,53 Mio. Euro. Auch Vorstandschef Christian Fischer und seine Familie erwarben eigene Aktien im Gesamtwert von knapp 1,82 Mio. Euro. Schlussendlich war dann auch Finanzvorstand Christian Uhl mit einem Aktienpaket von 28.000 Papieren im Volumen von 365.820 Euro auf der Käuferseite zu finden.
Smartrac ist ein international führender Anbieter von so genannten High-Secutity-Inlays. Diese Technologie findet Anwendung in kontaktlosen Zahlungskarten und Reisepässen mit einem Chip (z.B.: ePassports), im Personennahverkehr oder im Logistik-Bereich. Die Inlays bestehen dabei aus einem Speicher- oder Mikrocontroller-Chip, der mit einer in der Karte integrierten Antenne verbunden ist, und die gespeicherten Daten auf ein Lesegerät überträgt und so u.a. zur Zugangskontrolle oder Identifizierung dient.
Verwundern tut das rege Kaufinteresse der Insider indes nicht: Der Börsenwert des Technologiekonzerns hat sich innerhalb der vergangenen 12 Monate mal eben gefünftelt.
Vom Hoch bei 44 Euro im November vergangenen Jahres fiel die Aktie zurück bis auf Kurse um 8,50 Euro vor wenigen Wochen. Von dort aus trat der Kurs zwar eine kurzzeitige Erholung an. Doch auch heute notiert das Papier wieder 3 Prozent leichter bei Kursen um 10 Euro. Allerdings stehen die Chancen charttechnisch nun nicht schlecht, dass die Smartrac-Aktie die Bodenbildung schafft.
Auch fundamental stehen die Zeichen gut. Zwar musste Smartrac wie fast alle Technologiekonzern nach einem verhaltenen dritten Geschäftsquartal seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2008 senken. Demnach strebt das Unternehmen nunmehr nur noch einen Umsatz zwischen 110 und 120 Mio. Euro an. Das entspräche aber noch immer einem ansprechenden Wachstum zwischen 14 und 24 Prozent gegenüber 2007. Auch die EBITDA-Marge soll bei beachtlichen 20 Prozent liegen. Die reduzierte Prognose ist über Gebühr in den Aktienkurs eingepreist. Das finden auch die Insider und schlagen zu.
Ich wünsche Ihnen allen einen angenehmen Börsentag.
Ihre
Cindy Bach
