Insider im Fokus: Nordex
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 1. März 2011, 14:30 Uhr
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für Windenergieanlagenhersteller Nordex dürfte 2011 kein einfaches Jahr werden. Aufgrund von Überkapazitäten bleibt der Preisdruck weiterhin hoch. Man müsste also deutlich mehr Umsatz erzielen, um die geplante operative Rendite von 4% überhaupt zu erreichen.
In 2010 konnte Nordex das gekappte Umsatzziel von 1 Mrd. Euro nicht ganz erreichen. Schließlich standen 972 Mio. Euro in den Büchern. Auch der Gewinn vor Zinsen und Steuern blieb mit 40 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Immerhin, muss man dazu sagen, denn in 2009 hatte man noch 1,182 Mrd. Euro umgesetzt. Es wurde also mit weniger Umsatz das gleiche verdient. Die EBIT-Marge kletterte dementsprechend deutlich von 3,5 auf 4%. So was geht nur, wenn man spart. Und das will man in Hamburg auch 2011 tun, um das Margenniveau wenigstens zu halten.
Doch insgesamt hellt sich die Stimmung im Norden allmählich auf. Grund: Das Schlussquartal war sehr stark. Mehr als die Hälfte des operativen Gewinns entfällt auf die letzten drei Monate des Jahres. Mehr als ein Drittel des Umsatzes wurde in dieser Zeit erlöst. Das lässt für 2011 doch etwas Hoffnung aufkommen. Dieser Hoffnung verabreicht CEO Thomas Richterich bei der Zahlenpräsentation auch etwas Zündstoff. Für das laufende Geschäftsjahr geht er von einem anhaltend guten Trend im Neugeschäft aus und erwartet ein Auftragsplus von 20%. Das wären Neuaufträge im Wert von einer Milliarde Euro. Diese Zielgröße dürfte den Börsenakteuren denn auch am besten gefallen haben. Denn die Aktie sprang nach Zahlenbekanntgabe spürbar an.
Gestern stand das Papier unmittelbar davor, die wichtige charttechnische Marke bei 7,00 Euro zu überspringen. Heute geht es für den TecDAX-Wert nach Verkaufsempfehlungen der NordLB aber schon wieder deutlich bergab. Andere Experten sehen das Papier vor einer Trendwende. Dass dies gelingt, daran glaubt derzeit wohl auch Nordex-Aufsichtsrat Dieter Maier. Er erwarb im Vorfeld der Zahlen ein Aktienpaket mit 10.000 Nordex-Aktien im Gegenwert von 61.400 Euro. Kann sich Maier bald über einen Depotwert von 90.000 Euro freuen?
Die Experten vom Frankfurter Börsenbrief meinen ja. In ihrer aktuellen Kaufempfehlung ist zu lesen: "Das Geschäft von Nordex hat sich in jüngerer Zeit belebt. Im vierten Quartal 2010 angelte man sich z.B. Aufträge aus Polen (12 Anlagen) und aus der Türkei (16 Anlagen). Gegen Anfang Februar wurde über einen Auftrag von 18 Windgeneratoren an CG Power Solutions berichtet. Kurzum: Wir setzen bei der Aktie auf eine Erholung bis 9 Euro und empfehlen somit den Kauf auf aktueller Kursbasis."
Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Handelstag.
Ihre
Cindy Bach
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Michael Schäfer (01.03. 2011 14:52 Uhr):
Irgendjemand scheint es nicht zu passen, dass die Aktie aus dem Keller kommt. Sobald der Wert zum Erholen ansetzt, kommt massiver medialer Gegenwind und redet die Aktie schlecht. Dies ist seit geraumer Zeit zu beobachten und völlig unabhängig von der Nachrichtenlage. Die schwachen Hände werden es bereuen.
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