Insider im Fokus: Deutsche Euroshop
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Insiderhandel
vom 24. Februar 2010, 14:30 Uhr
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ein schwerer Rückschlag beim US-Verbrauchervertrauen schürte gestern auf dem Börsenparkett die Angst der Anleger vor einer Fortsetzung der globalen Wirtschaftskrise. Der DAX stürzte knietief ins Minus. Der Leitindex für die deutschen Standardwerte verlor bis zum Handelsschluss 1,67 Prozent auf 5.593 Punkte. Damit rückt das Börsenbarometer immer weiter in Richtung von 5.200 Punkten - der magischen Marke, welche unserer deutschen Konzerninsider für die Rückkehr ihrer Kauflaune ausgerufen haben. Denn nach wie vor lassen Top-Manager das Geschäft mit eigenen Aktien weitgehend ruhen.
Zwar sind bei den Käufen sowohl Anzahl als auch Volumen gestiegen, im langfristigen Durchschnitt liegt man aber noch immer auf unterdurchschnittlichem Niveau. Auffällige Orders gibt es trotzdem.
Auf Käuferseite stellte in den vergangenen Wochen ein Unternehmen alle anderen der insgesamt 160 aus DAX, MDAX, TecDAX und SDAX in den Schatten. Die Rede ist von der im MDAX notierten Deutschen Euroshop. Für über 17,3 Mio. Euro stieg hier die Vermögensverwaltung KG ARENA ein, welche einer so genannten nahe stehenden Person des Unternehmens zugeordnet werden kann, wie die Meldungsbehörde BaFin mitteilte. Damit ist jemand aus dem Umfeld des Top-Managements gemeint. Die Aktie des Spezialisten für Shopping-Center hat sich während der Finanzkrise erstaunlich stabil präsentiert. Den jetzigen Schritt werten Experten als besonders positiven Vertrauensbeweis.
Lust auf Konsumtempel ungebrochen
Doch der Betreiber von Shoppingcentern war im vergangenen Jahr ohnehin fast immun gegen die Wirtschaftskrise. Die Kunden strömten zuhauf in die Konsumtempel der Beteiligungsfirma. Das beweisen auch die vorläufigen Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2009, welche Mitte Februar auf den Tisch kamen.
Die Deutsche Euroshop, Mitinhaber von insgesamt 17 Shopping-Centern in Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn konnte im vergangenen Jahr ihre Umsätze von 115,3 auf 127,3 Mio. Euro steigern. Damit lag das Unternehmen am oberen Ende der selbst ausgegebenen Prognose.
Vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag das Ergebnis bei 110,7 Mio. Euro, nach 98,1 Mio. Euro 2008. Einzig der Überschuss sank: Von 68,9 auf 33,8 Mio. Euro. Da dies aber Folge einer Neubewertung der Einkaufscenter im Portfolio der Gesellschaft war, soll die Dividende für 2009 unverändert 1,05 Euro je Aktie betragen.
Prognose für 2010 angehoben
Für das Geschäftsjahr 2010 erhöht die Deutsche Euroshop unter Berücksichtigung der Akquisition des A10-Centers in Wilau bei Berlin ihre Prognose und erwartet einen Umsatz von 139 bis 142 Mio. Euro (bisher waren 128 bis 131 Mio. Euro erwartet worden).Die Ergebnisprognose (EBIT) hebt das Unternehmen von bislang 109 bis 112 Mio. Euro auf 118 bis 121 Mio. Euro. Die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009 werden am 30. April 2010 im Rahmen der Bilanzpressekonferenz in Hamburg veröffentlicht. Übrigens: Die Otto-Familie, der auch der Centerbetreiber ECE gehört, hält 18 Prozent der Anteile an der Deutsche Euroshop.
Die Analysten scheinen begeistert. Sie bewerten die Geschäftsentwicklung und den Kauf des A10-Centers als positiv. Die Commerzbank hat das Kursziel für die Aktie von Deutsche Euroshop von 26,00 auf 26,50 Euro angehoben. Die Gewinnentwicklung im vierten Quartal habe die Erwartungen übertroffen, so Analyst Burkhard Sawazki. Die positive Dynamik dürfte anhalten.
BÖRSE ONLINE: Enormes Kurspotenzial
Auch die Experten von BÖRSE ONLINE haben die Deutsche Euroshop erst vor wenigen Tagen empfohlen: Die Deutsche Euroshop verfüge nach der erfolgreichen Platzierung einer Kapitalerhöhung über eine sehr solide Bilanz und ein stabiles Geschäftsmodell. Selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten seien die 13 deutschen Einkaufscenter nahezu voll vermietet. Schon jetzt biete die Dividendenrendite von 4,6 Prozent zusammen mit einer Eigenkapitalrendite von 5,9 Prozent Vorzüge, die auf dem aktuellen Bewertungsniveau nicht angemessen eingepreist seien.
Heute notiert der MDAX-Wert knapp über 23 Euro. Die Deutsche Euroshop-Aktie fährt in den letzten sechs Monaten ordentlich "Kursachterbahn". Das Papier sucht seine Richtung. Potenzial ist vorhanden. Wenn die charttechnisch wichtige Widerstandsmarke von 24 Euro nachhaltig genommen werden kann, dürfte auch der Motor anspringen.
Ich wünsche Ihnen einen guten Börsentag.
Ihre
Cindy Bach
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