Insider im Fokus: Bilfinger Berger
Katja Kram in Insider Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 19. Februar 2009, 14:30 Uhr
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Heute habe ich mich mit den Insidertransaktionen des Baukonzerns Bilfinger Berger beschäftigt. Vor wenigen Tagen wurden die Zahlen für 2008 präsentiert. Wie sie im Folgenden lesen können steht das Unternehmen gar nicht so schlecht da. Aber wage Äußerungen der Konzernspitze zum laufenden Geschäftsjahr und die düsteren Prognosen für die Baubranche sorgten bei den Anlegern für Unruhe.
Insider nutzt die Gunst der Stunde
Unmittelbar nach Bekanntgabe der Zahlen wurde die Aktie abgestraft und brach innerhalb eines Tages um 14,5% ein. Den Kursrücksetzer nutzte tags darauf Udo Stark, Mitglied des Aufsichtsrates bei Bilfinger Berger, um sich mit Aktien des Bau- und Dienstleistungsunternehmens aus Mannheim einzudecken.
Auf seiner Einkaufstour schlug er innerhalb einer Woche insgesamt drei Mal zu. Die untenstehende Tabelle gibt einen Überblick darüber, wie viele Anteilsscheine der Unternehmensinsider zu welchem Kaufkurs erworben hat. Insgesamt erwarb er 20.000 Aktien von Bilfinger Berger mit einem Volumen von insgesamt 630.250,00 Euro.
| Datum Insiderkauf Bilfinger Berger | Name | Anzahl | Kaufkurs in Euro | Volumen in Euro |
| 11.02.2009 | Udo Stark | 10.000 | 33,16 | 331.600,00 |
| 12.02.2009 | Udo Stark | 5.000 | 31,77 | 158.850,00 |
| 18.02.2009 | Udo Stark | 5.000 | 27,96 | 139.800,00 |
Ergebnis 2008 trotz Krise recht ansehnlich
Vor kurzem haben uns die Mannheimer einen Blick in ihre Bücher werfen lassen und die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2008 präsentiert. Und diese stellen sich trotz der abschwächenden Konjunktur erfreulicherweise positiv dar. So konnte der Bau und Dienstleistungskonzern seinen Überschuss in 2008 auf 200 Mio. Euro steigern, nach 134 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahes. Das Ergebnis enthält den Sondereffekt aus dem Verkauf des französischen Unternehmens Razel. Um diesen Sondereffekt bereinigt würde das Nettoergebnis bei 140 Mio. Euro liegen.
Insgesamt lag die Konzernleistung im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 10,742 Mrd. Euro und konnte damit im Vergleich zum Vorjahr um 16% gesteigert werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) kletterte von 242 Mio. Euro auf 322 Mio. Euro. Der Auftragseingang ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um ca. 9% zurück und liegt in 2008 bei 10,314 Mrd. Euro. Beim Auftragsbestand verpasste man nur knapp das Vorjahresniveau. Aktuell stehen hier 10,649 Mrd. Euro in den Büchern, was durchaus der gewohnten Jahresleistung des Konzerns entspricht.
In schwierigen Zeiten die gesteckten Ziele fest im Blick
Für das Jahr 2009 ist man beim Baukonzern vorsichtig mit den Äußerungen, da nicht abzusehen sei, wie lange die Wirtschaftkrise anhält. Bei der Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen sagte Konzernchef Herbert Bodner, dass es sei schwer abzuschätzen, wie sich das laufende Geschäftsjahr entwickelt. Das Unternehmen strebe eine Konzernleistung von rund 10 Mrd. Euro an und man erwartet das EBIT mit rund 250 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres halten zu können. Wenn man sich die Insiderkäufe der vergangenen Woche anschaut, dürfte Aufsichtratsmitglied Udo Stark, vom Erreichen der gesetzten Ziele überzeugt sein.