Kathrin Dörfeld in Insider Daily zum Thema Dax 30
vom
Euro-Krise hin oder her - für einige Unternehmen läuft es auch in Zeiten der Schuldenmisere rund: Zu diesen "Glückspilzen" kann sich der weltgrößte Chemiekonzern BASF zählen. Unabhängig davon, ob die Finanzmärkte ins Wanken geraten oder die Börsen auf Tauchkurs gehen, das Unternehmen aus Ludwigshafen am Rhein scheint in jeder Wirtschaftslage gut aufgestellt zu sein, davon sind auch die Manager des Chemiespezialisten überzeugt.
Managerin nutzt die Gunst der Euro-Flaute und kauft BASF-Aktien
Vor wenigen Tagen hat Margret Suckale, Vorstand der BASF AG, die Flaute in den Eurokrisenländern genutzt, um sich ausreichend unternehmenseigene Aktien ins Depot zu legen. Die Managerin kaufte am 12. Juni stolze 3.555 BASF-Aktien zu einem Kurs von 56,37 Euro. Das Transaktionsvolumen belief sich dabei auf 200.395 Euro.
| Datum | WKN | Unter- nehmen | Name Insider | Stellung | Anzahl | Kurs in Euro | Volumen in Euro |
| 12.06.2012 | BASF11 | BASF | Margret Suckale | Vorstand | 3.555 | 56,37 | 200.395 |
Der Deal ist ein gutes Zeichen, sollte man meinen. Und tatsächlich, die Ludwigshafener freuen sich über ein florierendes Geschäft und auch die derzeitige Euro-Krise ist für das Unternehmen kaum spürbar. "Es gibt zwar einige Sorgenkinder im Moment, aber unser Vorteil ist, dass wir breit aufgestellt sind", sagte Vorstandsmitglied Margret Suckale. Hier und da lässt sich die aktuelle Missstimmung in der Euro-Zone nicht ganz wegzaubern, besonders in Südeuropa sei die Krise am eigenen Leib zu spüren, dafür wachse BASF aber unter anderem in Osteuropa sehr stark, was den Chemiekonzern für sein Europageschäft durchweg optimistisch stimmt.
"An Griechenland wird die BASF nicht zerbrechen", versicherte die Konzern-Lenkerin. Auch die in Spanien für den Weltmarkt hergestellten Produkte wie Pflanzenschutzmittel, Katalysatoren und Etikettenklebstoff liefen gut. Weniger rosig sieht es allerdings mit Produkten für den lokalen Markt aus: "Das Geschäft mit der Bauchemie läuft nicht so gut", fügte Suckale hinzu. Das Chemieunternehmen hatte 2006 das Bauchemiegeschäft von dem Spezialchemiekonzern Degussa (heute Evonik) für mehr als 2,8 Mrd. Euro übernommen. Da der spanische Baumarkt infolge einer Immobilienblase seit Jahren am Boden liegt, muss die BASF sehen, wie sie sich im Bereich Bauchemie über Wasser hält.
Ein Blick in die BASF-Zukunft
Die Ludwigshafener wollen sich gegen Nachfrageeinbrüche in Europa absichern, die aus der Euro-Krise resultieren. Ein Punkt, der auf der To-do-Liste des Chemieriesens also weit oben stehen wird, ist das Wachstum in den Schwellenländern anzukurbeln. "Zwischen 2011 und 2015 plant die BASF weltweit Investitionen von rund 15 Mrd. Euro, um das organische Wachstum weiter voranzutreiben", sagte BASF-Vorstand Michael Heinz. 30 bis 40% dieser Summe werden in den Schwellenländern investiert und nach 2015 sollen die Investitionen in den Emerging Markets sogar noch einmal kräftig ansteigen.
Neben der Expansionsförderung in den Schwellenländern, investiert die BASF auch hierzulande, nämlich in den eigenen Stammsitz des Unternehmens. Wie gehabt will der Chemiekonzern auch weiterhin in den Firmensitz Ludwigshafen investieren und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Vor allem für die BASF-Forschung erweist sich Ludwigshafen als effizientester Standort: "Die Forschung bleibt hier", betonte Margret Suckale. Am Stammsitz in Rheinland-Pfalz arbeiten über 33.000 Mitarbeiter, das ist mehr als jeder vierte Beschäftigte des Konzerns. Mehr geforscht werden soll laut Suckale aber auch in Asien und in den USA, damit will das Chemieunternehmen zunehmend auch Spezialisten aus diesen Regionen anwerben. Weltweit betreibt die BASF über 390 Produktionsstandorte in mehr als 80 Ländern.
Ich wünsche Ihnen einen guten Börsentag.
Ihre
Kathrin Dörfeld
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- Kommentar von Albert Karl
Frau Suckale ist keine Konzernlenkerin; Sie hat einen ähnlichen Posten im BASF-Vorstand, den sie auch schon bei der Bahn AG inne hatte.
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