Insider Fokus: Fresenius Medical Care
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Fresenius Medical Care Aktie (FMC)
vom 2. Dezember 2009, 14:30 Uhr
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Deutschlands Topmanager kehren nach wochenlanger Abstinenz wieder an den Aktienmarkt zurück. Mit der Allianz, Siemens, SAP und der Deutschen Bank haben in den vergangenen beiden Wochen gleich von vier namhaften Unternehmen aus dem DAX Insider Käufe oder Verkäufe gemeldet. Doch noch überwiegen bei den Börsenschwergewichten die Verkäufe. Über die Insiderverkäufe bei der Deutschen Bank hatte ich Ihnen ja bereits in der vergangenen Woche berichtet.
Größte Fresenius-Tochter begeistert mit starkem Geschäft
Doch auch bei Fresenius Medical Care (FMC) wurden Mitte November ordentlich eigene Aktien verkauft. Der Vorstandschef Dr. Ben Lipps veräußerte über die NYSE ein Aktienpaket mit 15.100 Fresenius-Papieren im Gegenwert von 795.121 US-Dollar (533.634 Euro). Doch die Geschäfte bei der größten Tochter des Fresenius-Konzerns laufen eigentlich ausgesprochen solide.
Fresenius Medical Care ist der größte Dialysespezialist weltweit. 97 Prozent seiner Umsätze erzielt der Konzern im Ausland, allein 90 Prozent entfallen auf die USA. Das Unternehmen vertreibt Dialyseleistungen und entsprechende Produkte. Dieser Markt gilt nicht nur als konjunkturunabhängig, sondern auch als Wachstumsgarant. Denn die Krankheit Diabetes ist eine Erscheinung der heutigen Zeit. Sie beschleunigt sich mit dem Wohlstand.
Das beweisen auch die jüngsten Zahlen zum dritten Geschäftsquartal, die Anfang November für Jubelstimmung unter den Analysten sorgten. Der Dialysespezialist konnte im dritten Quartal den Umsatz um 6 Prozent auf 2,889 Mrd. US-Dollar steigern, von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten im Mittel mit 2,710 Mrd. US-Dollar gerechnet.
Das organische Umsatzwachstum betrug weltweit 8 Prozent. Das EBIT kletterte im Berichtszeitraum um 7 Prozent auf 451 Mio. US-Dollar, geschätzt wurden 443 Mio. US-Dollar. Die EBIT-Marge, mit der FMC im zweiten Quartal noch enttäuscht hatte, legte gegenüber dem zweiten Quartal um 50 Basispunkte zu und erreichte 15,6 Prozent und damit das Niveau des Vergleichszeitraums des Vorjahres.
Kurs legt nach deutlich Zahlen zu - Nachschlag möglich
Zudem konnte FMC den Ergebnisausblick leicht anheben. Der DAX-Konzern mit Sitz in Bad Homburg erwartet demnach für das Gesamtjahr 2009 nun ein Konzernergebnis zwischen 865 Mio. und 890 Mio. US-Dollar. Bisher waren 850 Mio. bis 890 Mio. US-Dollar in Aussicht gestellt worden. Beim Umsatz wird mit einem währungsbereinigten Anstieg um rund 8 Prozent auf rund 11,2 Mrd. US-Dollar gerechnet.
Das gute Ergebnis und die glänzenden Aussichten sorgten für beste Laune auf dem Börsenparkett. Der Kurs legte in den ersten zwei Novemberwochen um satte 9 Prozent zu. Diesen Zuschlag nutzte der Vorstandschef um Mitte November ordentlich Kasse zu machen. An der positiven Einschätzung zur Aktie der Bad Homburger hat sich indes nichts geändert. Das Unternehmen ist stark aufgestellt, der Aktienkurs hat sich markant über der Marke von 36 Euro festgesetzt. Mal sehen, wann der Nachschlag kommt.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Börsentag.
Ihre
Cindy Bach
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Mithrandir (03.12. 2009 11:24 Uhr):
Dialyse ist bei Nierenproblemen erforderlich, hat nicht unbedingt was mit Diabetes zu tun.
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