Insider Daily-Medienschau: Siemens und SMA Solar
Katja Kram in Insider Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 1. April 2009, 14:30 Uhr
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
hat man Sie heute schon in den April geschickt? Wenn Sie das verneinen können, dann geben Sie Obacht, denn der erste Tag im April hat ja noch ein paar Stunden. Und so heißt es denn auch aufgepasst bei der wöchentlichen Medienstöberei im Insider Daily, da sich am 1. April so manche Schlagzeile im Nachhinein als "Schabernack" herausgestellt hat.
Harte Fakten von der Konjunkturfront
Doch angesichts der wenig erbaulichen Meldungen von der Konjunkturfront, mag sich so mancher Anleger wünschen, dass es sich bei den Nachrichten doch bitte um einen Aprilscherz handeln möge. Leider ist dem nicht so. Nach den gestrigen Negativ-Prognosen für den Arbeitsmarkt - es wird erwartet, dass in diesem Jahr bis zu 4 Mio. Menschen ohne Arbeit sein könnten - ist es nun die Maschinenbaubranche, die Anlegern die Sorgenfalten ins Gesicht schreibt. Wie das Handelsblatt in der aktuellen Online-Ausgabe meldet sind die Bestellungen im Februar um 49% zurückgegangen.
Maschinenbaubranche will die Krise meistern
Das bewegte den Verband der Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) dazu seine Prognosen herabzusetzen. Nach Angaben des VDMA-Geschäftsführers Hannes Hesse befürchte man, dass die Produktion auf das Niveau von 2006 zurückfällt. So hatten die Maschinenbau-Unternehmen in 2008 bei der Produktion einen Rekordwert von 194 Mrd. Euro erreicht, 2006 waren es 159 Mrd. Euro gewesen. Hesse sagte weiter: "Damals war das ein glänzender Wert, aber die Unternehmen haben seitdem ihre Kapazitäten aufgebaut."
Heute geht der Verbandsgeschäftsführer davon aus, dass die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in diesem Jahr um 10 bis 20% schrumpfen könnte. Daher fordert Hesse von der Politik, steuerliche Rahmenbedingungen entsprechend zu verbessern, dass Unternehmen "in ihren Bemühungen unterstützt werden, die Krise aus eigener Kraft zu meistern".
Viel Wind um Siemens
Heute erreichen uns gleich zwei gute Nachrichten aus dem Hause Siemens. So vermeldete Dow Jones Newswires, dass die Siemens AG einen Großauftrag über die Lieferung von 88 Windenergieanlagen für einen Offshore-Windpark vor Englands Ostküste erhalten hat. Wie berichtet wird, erhielt Siemens den Auftrag zur Lieferung der Windturbinen von den norwegischen Energieunternehmen Statoil Hydro und Statkraft. Das Gesamtvolumen des Auftrages, welche auch die Wartung der Anlagen für fünf Jahre vorsieht, beläuft sich auf geschätzte 450 Mio. Euro.
Nicht alles eitel Sonnenschein bei SMA Solar
Gestern legte SMA Solar seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftjahr vor. Der Hersteller von Photovoltaik-Anlagen blickt auf ein hervorragendes Jahr 2008. So konnte der Jahresüberschuss bei SMA Solar von 36,8 auf 119,5 Mio. verdreifacht werden. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte man von 59 auf 167 Mio. Euro zu und der Umsatz kletterte von 327,3 auf 681,6 Mio. Euro. Wie SMA Solar bekannt gab, veranlasst das Zahlenwerk des abgelaufenen Fiskaljahres die Unternehmensführung dazu eine Dividenden von 1 Euro je Aktie auszuschütten.
Für das laufende Geschäftsjahr ist man im Hause von SMA Solar nicht so freizügig mit Informationen. So gab der Hersteller von Wechselrichtern für die Sonnenenergiegewinnung an, dass man weiter wachsen will und plane 2010 eine Produktionsstätte in den USA in Betrieb zu nehmen. Für 2009 macht die Geschäftsführung jedoch keine konkreten Angaben.
Ich wünsche Ihnen einen ruhigen Mittwoch.
Ihre
Katja Kram
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