Insider Daily: Medienschau: Siemens und Bayer
Katja Kram in Insider Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 29. April 2009, 14:30 Uhr
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Schweinegrippe, Konjunkturkrise, Gewinnwarnungen, Absatzeinbruch - die Liste der "Unworte" ist lang und ließe sich noch weiter fortführen. Denn momentan bestimmen Hiobsbotschaften mit diesen Begrifflichkeiten die Medienlandschaft. So komme ich ebenfalls nicht umhin, über derartige Ereignisse zu berichten. Der Markt zeigte sich heute von der aktuellen Berichterstattung relativ unbeeindruckt - der DAX kletterte im Lauf des Vormittages um 1% in die Höhe.
So sorgten gleich zwei DAX-Unternehmen für Gesprächsstoff. Siemens und Bayer gaben in den frühen Morgenstunden ihre Quartalszahlen bekannt und mussten leider vermelden, dass ihnen die weltweite Konjunkturflaute nach wie vor schwer zu schaffen macht.
Siemens sagt zur Jahresprognose ade
Der Technik-Konzern Siemens aus München hat sich von seiner Jahresprognose für das laufende Geschäftsjahr verabschieden müssen. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 ging der Auftragseingang um 11% zurück auf 20,9 Mrd. Euro. Was den Konzern dazu bewegte, seine Jahresprognose von 8,5 Mrd. Euro auf 6,6 Mrd. für das laufende Fiskaljahr zurückzunehmen. Damit lagen der Konzern außerdem unter den Erwartungen der Analysten, die mit 6,85 Mrd. Euro rechneten. Im zweiten Geschäftsquartal - Januar bis März 2009 - hat Siemens einen Umsatzzuwachs von 5% auf knapp 18,96 Mrd. Euro und einen Überschuss von 955 Mio. Euro realisiert. Von den Quartalsergebnissen positiv überrascht kauften Investoren heute die Technologie-Aktie und setzten somit den Konzern an die Spitze der Kursgewinner. Das Papier legte heute im Tagesverlauf um 5% zu und notiert bei 49,99 Euro.
Bayer im Sog der Krise
Chemiekonzern Bayer befindet sich nach wie vor im Sog der Krise Der Konzern mit seinen Kerngeschäftsfeldern Chemie und Pharma musste einen Einbruch beim Gewinn von 44,2% hinnehmen. Unter dem Strich blieb im ersten Quartal ein Gewinn von 425 Mio. Euro übrig. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen steht ein das Konzernergebnis von 1,695 Mrd. Euro in den Büchern, was einem Rückgang um 22,4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Wie Konzernchef Wenning mitteilte, setzt man im Hause Bayer alles daran den Rückgang des operativen Gewinns auf etwa 5% zu begrenzen. am Mittwoch. Man rechne damit, den Umsatz in 2009 annähernd auf Vorjahresniveau mit rund 32 Mrd. Euro zu halten, in 2008 betrug der Umsatz noch 32,92 Mrd. Euro.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Börsentag.
Ihre
Katja Kram
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