Insider Daily-Medienschau: SGL Carbon, PhoenixSolar und BMW
Katja Kram in Insider Daily zum Thema Dax 30
vom 18. März 2009, 14:30 Uhr
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
die Berichtssaison ist heuer in vollem Gange, zahlreiche Unternehmen öffnen derzeit ihre Bücher. Und siehe da, 2008 ist für einige Unternehmen ein richtiges Erfolgsjahr - so wie für SGL Carbon und PhoenixSolar. BMW hat das abgelaufene "Krisenjahr" hinter sich gelassen, blickt aber derzeit wieder optimistisch in die Zukunft. Lesen Sie bitte mehr in der Insider Daily-Medienschau.
Ich wünsche Ihnen einen frühlingshaften Mittwoch.
Ihre
Katja Kram
SGL Carbon ist 2008 im Bilanzhimmel angekommen
Mit der Bekanntgabe der 8%-Beteiligung der Quandt-Erbin Susanne Klatten an SGL Carbon machte der Konzern bereits zu Beginn der Woche von sich reden. Und der Trubel geht weiter, denn heute gab es beim Kohlefaserspezialisten die Jahreszahlen für 2008. Auf der heutigen Pressekonferenz meldete SGL für das abgelaufene Jahr Rekordzahlen bei Umsatz und operativem Ergebnis. So konnten die Wiesbadener im abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz um 17% auf 1,612 Mrd. Euro steigern, im Vorjahreszeitraum waren es 1,373 Mrd. Euro. Beim operativen Ergebnis (EBIT) legte das Unternehmen über 18% zu und konnte insgesamt 305,8 Mio. Euro erwirtschaften, nach 258,4 Mio. Euro in 2007. Damit erreichte SGL Carbon die eigenen Prognosen.
In der Krise stimmt auch SGL das Lied von "sinkenden Prognosen" an
Wie bei so vielen Unternehmen in den letzten Tagen, erklingen auch bei SGL Carbon, hinsichtlich des Ausblicks für das laufende Geschäftsjahr, etwas leisere Töne. Aller Vorrausicht nach wird der allgemeine wirtschaftliche Abschwung auch beim Carbonhersteller seine Spuren hinterlassen. So revidierte der Vorstandsvorsitzender Robert Koehler die Erwartungen für 2009 nach unten. "Das EBIT wird entsprechend überproportional zurückgehen", teilte er mit. In der Hoffnung, dass sich die Konjunktur bis zur Mitte des Jahres wieder erholt, geht der Vorstandsvorsitzende Koehler dennoch davon aus, "im Krisenjahr profitabel zu bleiben." Mittelfristig erwarte er, dass der Konzern wieder ein organisches jährliches Umsatzwachstum von 5 bis 10% generieren wird. Ob Frau Klatten bei ihrer Beteiligung ein glückliches Händchen hatte, wird sich erst in der Zukunft zeigen.
PhoenixSolar bleibt nach Rekordjahr weiter optimistisch
Ganz ähnlich klingen die Meldungen von PhoenixSolar. Auch hier regnet es Rekordbeträge für 2008, die dem Anleger runter gehen dürften wie Öl. Für den Solartechnikkonzern aus Sulzemoos in Bayern war das abgelaufene Geschäftsjahr ein voller Erfolg. Dabei erzielte das Unternehmen einen Rekordumsatz von 402 Mio. Euro, was einer Umsatzsteigerung von 55% zum Vorjahr entspricht. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um 52% auf 33,8 Mio. Euro zu. Zudem erwirtschafte der Konzern ein Plus von 23,7 Mio. Euro. Aufgrund dieser Zahlen kündigten die Sulzemooser eine Dividendenerhöhung von 10 Cent auf 30 Cent je Aktie an.
Auch im laufenden Geschäftsjahr brummt der Laden. Trotz Krise steht ein Auftragsbestandes von 112 Mio. Euro in den Büchern, im Vorjahr waren es 109 Mio. Euro. Hinsichtlich der Bestellung blicken die Bayern zuversichtlich auf das aktuelle Geschäftsjahr. Der Vorstand geht davon aus, den Umsatz in 2009 um 37% auf 520 Mio. Euro steigern zu können. Beim Ebit erwartet man 31 Mio. Euro.
BMW spürt Hoffnungsglück
BMW spürt wieder Hoffnungsglück - das gilt zwar noch nicht für dieses Jahr. Dennoch ist der Blick der Münchener nach vorn gerichtet. Auf einer Pressekonferenz in München lies der Autobauer verlauten, dass man mit einem Sparkurs durch die schwierigen Jahre kommen will und dass man an den gesteckten Zielen für 2012 weiter festhalte. Wie BMW-Chef Norbert Reithofer mitteilte, befinde man sich aktuell in einem Übergangsjahr, doch aufgrund der Vorstellung neuer Modelle sieht der Autobauer für 2010 wieder einen Silberstreif am Horizont.