Insider Daily-Medienschau: RWE und Münchener Rück
Katja Kram in Insider Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 22. April 2009, 14:30 Uhr
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
im Lauf des Vormittags waren die Aktienmärkte noch auf Richtungssuche. Trotz erfreulicher Vorgaben aus den USA ging der DAX zunächst mit leichten Verlusten in den Handel. Doch die Nachricht, dass man nun zielstrebig an einer Lösung für das "Schrottpapier"-Problem Deutscher Banken arbeite schien Anlegern zu gefallen. Meldungen von heute stattgefundenen Hauptversammlungen schienen bei Investoren ebenso gut anzukommen.
"Bad-Bank" ist auf dem Weg
Auch wenn erste Berichte aus dem Bankensektor inzwischen wieder hoffnungsvoller klingen, geht man nach wie vor davon aus, dass in den Bilanzen der hiesigen Banken hierzulande immer noch enorme Wertberichtungsrisiken schlummern. Die Abschreibungen auf so genannte "Schrottpapier" erschwert Banken die Kreditvergabe. Deshalb ist das Thema "Bad Bank" für das Finanz- und Wirtschaftsministerium noch nicht vom Tisch.
Gestern nun einigte sich die Regierung darauf, ein konkretes Konzept für das deutsche Modell einer "Bad Bank" bis Mitte Mai vorzulegen. Dabei verfolge man das Ziel Privat- und Landesbanken zu entlasten, ohne neue Schulden für den Staatshaushalt zu verursachen. Finanzminister Steinbrück lies den schon früher diskutierten Vorschlag dezentraler Bad Banks wieder aufleben. Sein Entwurf sieht vor, dass Banken ihre wertlosen Wertpapiere in Zweckgesellschaften auslagern und dafür im Gegenzug staatlich garantierte Schuldverschreibungen erhalten mit einer bis zu 20 jährigen Laufzeit.
Münchener Rück bisher zufrieden mit dem Jahresauftakt
Soeben wurden einige Details von der Hauptversammlung in München bekannt gegeben. Wie der Versicherungskonzern in einer Pressemitteilung mitteilte, verlief das operative Geschäft im ersten Quartal nach Aussage von Vorstandschef Nicolas von Bomhard für die Münchener Rück "erfreulich". Überhaupt habe man sich "bisher vergleichsweise gut" in der Krise behauptet. Dennoch verzichtet der Unternehmenslenker auf eine genauere Prognose für das laufende Jahr, da die Finanzkrise noch nicht ausgestanden sei. So sagte von Bomhard auf der Hauptversammlung "Dies bringt auch uns unvermeidlich weitere Belastungen unserer Vermögens- und Ertragslage, die sich in unserem Rechenwerk niederschlagen werden."
RWE bleibt auf Wachstumskurs
Ein weiteres DAX-Schwergewicht hat heute seine Aktionäre um sich versammelt, um diesen mitzuteilen, wie sich der Kurs für die Zukunft darstellt. Dem Energiekonzern aus Essen gelang es, bislang ohne größere Plessuren durch die Wirtschaftskrise zu kommen. Aus diesem Grund gab sich Vorstandschef Jürgen Großmann auf der heutigen Hauptversammlung äußerst optimistisch. "Wir rechnen aus heutiger Sicht nicht damit, dass Auswirkungen der Krise unser Ergebnis ernsthaft gefährden", sagte er zu den Teilnehmern der Hauptversammlung. Zudem bekräftigte der Manager die Prognosen des Energieversorgers.
Wie er in seiner Ansprache betonte sollen das betriebliche Ergebnis und das nachhaltige Nettoergebnis im laufenden Geschäftsjahr auf Vorjahresniveau liegen. Doch auch für die folgenden Jahre sieht sich der Konzern auf deutlichem Wachstumskurs. So soll das betriebliche Ergebnis bis 2012 im Jahr um durchschnittlich 5 bis 10% steigen und das nachhaltige Nettoergebnis soll um durchschnittlich 10% nach oben gehen. Allerdings wurde die Prognose unter Vorbehalt gestellt.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Mittwoch.
Ihre
Katja Kram
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