Cindy Bach nimmt in ihrem Börsennewsletter Insidergeschäfte unter die Lupe. Sie stellt regelmäßig „Directors’ Dealings“ vor - zum Vorteil ihrer Leser.
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Aktien
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die Münchener Rück rechnet erst für 2011 wieder mit einer Ergebnissteigerung. Dieses Jahr dürfte der Überschuss wegen niedriger Zinsen und womöglich höherer Belastungen durch Naturkatastrophen auf mehr als 2 Mrd. Euro zusammenschrumpfen, teilte der weltgrößte Rückversicherer heute der Presse mit. 2009 waren es mitten in der Finanzkrise 2,56 Mrd. Euro. Der Umsatz dürfte 2010 bei 41 bis 43 Mrd. Euro liegen.
Das Erdbeben in Chile und der Wintersturm "Xynthia" würden die Münchener Rück insgesamt mit 500 Mio. Euro belasten, davon entfallen bis zu 100 Mio. Euro auf "Xynthia". Der Sturm richtete vor allem in Frankreich massive Schäden an. Die Erdbeben-Katastrophe in Chile werde die Versicherungsbranche laut Münchener Rück insgesamt mit 4 bis 7 Mrd. Dollar belasten, "Xynthia" mit 1,5 bis 2,5 Mrd. Euro.
IVG: Noch einmal tiefrote Zahlen
Das Immobilienunternehmen IVG hat das Jahr 2009 erneut mit roten Zahlen abgeschlossen. Nach vorläufigen Berechnungen belaufe sich der Konzernverlust auf 158 Mio. Euro, teilte IVG mit. Im vierten Quartal waren noch einmal Wertanpassungen für Bestandsimmobilien und Entwicklungsprojekte notwendig geworden. Im Vorjahr hatte das Unternehmen zwar noch ein Minus von 451,7 Mio. Euro in den Büchern gehabt. Dennoch fiel das Ergebnis unter den Erwartungen der Analysten aus.
IVG war durch die Wirtschaftskrise und die damit sinkenden Immobilienpreise unter Druck geraten und steckt jetzt in der Sanierung. Deutliche Einsparungen seien bereits erreicht worden, hieß es. Die Restrukturierung sei auf gutem Weg. 2010 sollen die Schulden weiter abgebaut werden.
"Die Fassade bröckelt", titelt heute Der Aktionär nach den enttäuschenden Zahlen: "Die Erholung, die IVG nach der Kaufempfehlung der Commerzbank gestartet hatte, dürfte vorerst ein Ende gefunden haben. Vor Bekanntgabe der endgültigen Zahlen sollte man aber die Flinte noch nicht ins Korn werfen, möglicherweise äußert sich der Vorstand konkreter zum Geschäftsjahr 2010." Die vollständige Bilanz wird IVG am 25. März vorlegen.
Axel Springer: Werbeflaute sorgt für Ergebnisrückgang
Die weltweite Wirtschaftskrise macht auch vor dem Medienkonzern Axel Springer nicht halt. Im Jahr 2009 ging der Umsatz um 4,3 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro zurück. Dennoch: Trotz anhaltender Anzeigenflaute konnte ein Konzernüberschuss nach operativen Faktoren von 152,6 Mio. Euro erwirtschaftet werden. Das Ergebnis je Aktie schrumpfte auf 10,19 (18,54) Euro. Auch die Aktionäre können mit einer konstanten Dividende von 4,40 pro Aktie rechnen. Im Jahr 2008 hatte der Konzern Axel Springer noch 254,5 Mio. Euro verdient. Insgesamt waren die Auswirkungen der Finanzkrise damit relativ gering. Einige Konkurrenten hatten mit deutlich größeren Problemen zu kämpfen.
Die Konzernführung hatte bereits im November angekündigt, der Berliner Medienkonzern werde beim Umsatz im einstelligen Prozentbereich unter den 2,73 Mrd. Euro des Vorjahres bleiben und beim Ebitda den Vorjahreswert von 486 Mio. Euro gar im zweistelligen Prozentbereich unterbieten.
Für 2010 rechnet der Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner mit stabilen oder leicht steigenden Umsätzen, vor allem aufgrund des Wachstums im digitalen Bereich. Das Ebitda will er dabei um rund 10 Prozent steigern, überwiegend durch operative Verbesserungen und weiteren Sparkurs in allen Konzernbereichen. Döpfner bestätigte damit Aussagen vom November, als er ein Ebitda-Wachstum im zweistelligen Prozentbereich angekündigt hatte.
Jenoptik plant Kapitalerhöhung für Großaufträge und Übernahmen
Der Technologiekonzern Jenoptik will bis zu 13,5 Mio. Euro für Großaufträge und kleinere Übernahmen einsammeln. In einer Kapitalerhöhung sollen bis zu 5,2 Mio. neue Aktien ausgegeben werden. Das Geld soll zur Finanzierung von Großaufträgen und kleinere Akquisitionen eingesetzt werden. Außerdem will Jenoptik seine Präsenz, insbesondere das Lasergeschäft, in Asien und Nordamerika ausbauen.
Die neuen Aktien sollen über ein beschleunigtes Platzierungsverfahren ab sofort "qualifizierten Anlegern in Deutschland und im Ausland" angeboten werden. Die bisherigen Großaktionäre ECE Industriebeteiligungen und VARIS Vermögensverwaltung wollen sich den Angaben zufolge ebenfalls an der Kapitalerhöhung beteiligen.
Ich wünsche Ihnen einen guten Börsentag.
Ihre
Cindy Bach