Insider Daily-Medienschau: Lanxess, Porsche und Linde
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Insiderhandel
vom 17. März 2010, 14:30 Uhr
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der Ölpreis ist auf Höhenflug. Vor dem Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) legte der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der amerikanische Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) den zweiten Tag in Folge zu und sprang heute im asiatischen Handel über die Marke von 82 US-Dollar. Das sind 47 Cent mehr als gestern im späten US-Handel. Damit ist der amerikanische Ölpreis in den vergangenen 24 Stunden insgesamt deutlich mehr als zwei Dollar angestiegen.
Als Grund für den deutlichen Aufschlag nannten Experten die Tatsache, dass die Opec die Rohöl-Fördermengen weiterhin vergleichsweise niedrig halten will. Das Ölkartell dürfte heute bei der Sitzung der Ölminister in Wien die Förderquote unverändert belassen. In den vergangenen Tagen hatten mehrmals hochrangige Vertreter von Opec-Staaten eine konstante Förderung signalisiert.
Lanxess: Konzernchef erwartet 2010 besseres Ergebnis
Der Spezialchemiekonzern Lanxess zeigt sich nach einem Nachfrageeinbruch 2009 für das laufende Jahr optimistisch. "Das vierte Quartal 2009 und unser Start ins neue Jahr stimmen uns zuversichtlich", erklärte Konzernchef Axel Heitmann heute gegenüber der Presse. Für 2010 sei ein deutlich verbessertes Ergebnis zu erwarten. Ein selbst tragender Aufschwung sei aber noch nicht erkennbar.
Die Krise hatte 2009 zu einem kräftigen Einbruch des operativen Ergebnisses vor Abschreibungen und Sondereinflüssen (Ebitda) von 722 Mio. Euro im Vorjahr auf 465 Mio. Euro geführt. Der Umsatz brach um gut 23 Prozent auf 5,057 Mrd. Euro ein. Dank Kostensenkungen und der von China ausgehenden Konjunkturerholung blieb der Konzern mit 40 Mio. Euro dennoch klar in der Gewinnzone. Die Dividende für 2009 soll mit 0,50 Euro je Aktie stabil bleiben. Die Leverkusener trafen damit in etwa die Annahmen der Analysten und erfüllten auch die zuletzt angehobene hauseigene operative Ergebnisprognose.
Im vierten Quartal setzte sich die Erholung getrieben durch eine hohe Nachfrage in Asien und ein gutes Kautschuk-Geschäft fort. Für 2010 stellte Heitmann einen deutlichen Ergebnisanstieg in Aussicht.
Porsche: Milliardenschulden durch gescheiterte VW-Übernahme
Nach der gescheiterten Übernahme von Volkswagen drücken den Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche die Milliardenschulden. Im Ende Januar abgeschlossenen ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009/2010 stand der Stuttgarter Konzern noch immer mit 6,1 Mrd. Euro bei den Geldgebern in der Kreide, wie aus dem heute vorgelegten Halbjahresbericht hervorgeht.
Die 3,9 Mrd. Euro aus dem Einstieg von Volkswagen seien zum Großteil in den Schuldenabbau geflossen, erklärte Porsche. Ende Juli 2009 hatten die Stuttgarter noch 11,4 Mrd. Euro Schulden. Porsche, dessen Bilanz durch der Einbeziehung des VW-Ergebnisses nicht mehr mit den Vorjahren vergleichbar ist, hat nach eigenen Angaben mit seinem Sportwagengeschäft in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres operativ 329 Mio. Euro eingefahren. Die Marge von Porsche sei damit trotz widriger wirtschaftlicher Bedingungen zweistellig geblieben, womit die Stuttgarter weiter der profitabelste Automobilhersteller der Welt sind.
Die Porsche Automobil Holding SE schrieb im abgelaufenen Halbjahr nach Steuern einen Gewinn von 871 Mio. Euro. Im Gesamtgeschäftsjahr erwartet Porsche wie angekündigt einen niedrigen einstelligen Milliardenverlust. Grund ist vor allem die Aufräumaktion in der Bilanz nach der gescheiterten VW-Übernahme. Hinzu kommt die Kapitalerhöhung von VW, an der Porsche nicht teilnimmt, was zur Verwässerung des Anteils führt.
Linde wagt nur vorsichtige Prognose für 2010
Der Industriegasekonzern Linde traut sich für das laufende Jahr nur einen wagen Ausblick zu, konkrete Aussagen wurden nicht gemacht. "Mit Blick auf die aktuellen Konjunkturprognosen erwarten wir aus heutiger Sicht, im Geschäftsjahr 2010 den Konzernumsatz und das Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahr zu steigern", kündigte Unternehmenschef Wolfgang Reitzle heute bei der Bilanzvorlage an. Sollte sich die allgemeine Wirtschaftslage weiter verbessern, gelte dies auch für 2011.
Im Hauptbereich Gase hat sich Linde vorgenommen, besser abzuschneiden als seine Konkurrenz und Umsatz und Gewinn nach oben zu schrauben. Das operative Ergebnis werde im laufenden Jahr einen Rekordwert von mehr als rund 2,42 Mrd. Euro erreichen. Der Bereich Anlagenbau werde wie 2009 etwa einen Umsatz von 2,3 Mrd. Euro erwirtschaften. Eine operative Marge von 8 Prozent bleibe das Ziel für dieses Segment.
Obwohl Linde im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang auf 653 Mio. Euro von zuvor 776 Mio. Euro hinnehmen musste, will der Konzern seinen Eigentümern eine unveränderte Dividende von 1,80 Euro je Aktie zahlen.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag.
Ihre
Cindy Bach
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