Insider Daily-Medienschau: Euro und Gold – Linde und Lufthansa
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 5. Mai 2010, 14:30 Uhr
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die Finanzmedien sind derzeit voll von Zahlen. Die Berichtssaison hat uns fest im Griff. Hinzu kommt das leidige Thema Griechenland, dass von allen Seiten seine Kommentatoren findet. Und schließlich damit einhergehend stehen der Euro und der nach wie vor haussierende Goldpreis im Fokus. Ich habe versucht Ihnen heute einen kleinen Querschnitt der Nachrichtenflut zusammenzustellen. Es ist einiges los, packen wir es an.
Boerse.ARD.de: "Euro stürzt unter Langfristtrend"
"Das Rettungspaket für das hoch verschuldete Griechenland hatte bisher nicht den erhofften Stabilisierungseffekt. Im Gegenteil, die Ängste darüber, dass auch (...) Portugal, Italien oder Spanien das griechische Schicksal drohen könnte, bestimmen weiter das Handelsgeschehen an den extrem misstrauischen Märkten. Der Euro gerät im Zuge dessen weiter unter Druck (...).
Der Euro befindet sich charttechnisch aktuell am Scheideweg, denn der seit Januar 2002 bestehende, langfristige Aufwärtstrend ist unterschritten. Wie die Analysten der DZ Bank schreiben, hat die europäische Gemeinschaftswährung bereits am Montag mit Kursen von 1,3154 die bei 1,3175 Dollar verlaufende Unterstützung dieses wichtigen Trends verletzt. Aktuell setzt sich der Ausverkauf weiter fort. Der Euro notiert derzeit bei Kursen um 1,3020 auf Tagestiefständen.
Damit drohen auf Sicht der nächsten Monate weitere Abgaben bis in die Region von 1,2329 Dollar, so die Analysten: "Ein Ende der Euro-Abwertung ist nicht in Sicht." Noch im November 2009 lag der Wechselkurs bei 1,5145 Dollar für einen Euro."
Handelsblatt: "Goldpreis eilt von Rekord zu Rekord"
Die Furcht vor einer Verschärfung der Schuldenkrise in Europa hat die Anleger am Dienstag erneut zu Gold greifen lassen. In Euro gerechnet war das Edelmetall mit 904 Euro je Feinunze so teuer wie nie zuvor.
Auf Dollar-Basis wurde mit 1.186 Dollar je Feinunze ein neues Jahreshoch erreicht. Investoren zweifelten offensichtlich daran, dass das finanzielle Rettungspaket für Griechenland die Schuldenkrise in der Euro-Zone lösen werde, erklärten die Analysten der Commerzbank.
Gold sei deshalb weiter als sicherer Hafen gefragt. Dazu habe auch die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) beigetragen, griechische Staatsanleihen ungeachtet ihrer Bonität weiterhin als Sicherheit zu akzeptieren. Den Analysten zufolge dürfte der Goldpreis weiter in Richtung 1.200 Dollar und darüber hinaus steigen."
Der Aktionär: "Linde peilt neues Rekordergebnis an"
"Der Industriegase-Spezialist und Anlagenbauer Linde hat im ersten Quartal sein operatives Ergebnis um 19,1 Prozent auf 641 Mio. Euro gesteigert. Unter dem Strich blieben nach Minderheiten 198 Mio. Euro nach 115 Mio. Euro im Vorjahr. Im gleichen Zeitraum verbesserte sich der Umsatz von 2,695 auf 2,894 Mrd. Euro. Auf Jahressicht rechnet Linde mit einem überproportionalen Ergebnisanstieg im Vergleich zu den Erlösen. Im Kerngeschäftssegment Gase peilt das Unternehmen ein neues Rekordergebnis an.
Außerdem vermeldete Linde zwei neue Aufträge. In Kasachstan werde man für ArcelorMittal eine Luftzerlegungsanlage errichten. Insgesamt wird Linde 95 Millionen Euro investieren. Für ein Werk von ThyssenKrupp in Duisburg werde man unter anderem eine weitere Luftzerlegungsanlage betreiben. Die Investitionen betragen hier insgesamt rund 75 Mio. Euro."
Focus Money: "Lufthansa meldet Verluste in Millionenhöhe"
"Der Pilotenstreik und die angeschlagenen Auslandstöchter Austrian und BMI haben die Lufthansa unerwartet tief in die roten Zahlen gedrückt. Der operative Verlust im ersten Quartal vervielfachte sich von 44 Mio. Euro auf 330 Mio. Euro, wie die größte deutsche Fluggesellschaft mitteilte. Das ist das höchste operative Minus in einem ersten Quartal seit 2003. (...)
Zwar hält die Lufthansa an dem Ziel fest, ihr Ergebnis im laufenden Jahr zu steigern und verwies auf die anziehende Nachfrage im Passagier- und Frachtgeschäft. An der Börse überwog dennoch die Enttäuschung. Die Aktie verlor rund 3,8 Prozent an Wert und war damit unter den größten Verlierern im DAX. Analysten hatten lediglich einen operativen Verlust von 218 Mio. Euro erwartet. (...)"
Euro und Gold: Während die europäische Gemeinschaftswährung sich im "astreinen" Abwärtstrend befindet, fliegt der Goldpreis von einem Hoch zum nächsten. Linde und Lufthansa: Während Linde stark aus der Wirtschaftkrise hervorgeht, hat Deutschlands Kranich-Airline noch mit den Nachwirkungen zu kämpfen. Licht und Schatten nah beieinander - das ist die Börse, das ist freie Marktwirtschaft.
Ich wünsche Ihnen einen guten Börsentag.
Ihre
Cindy Bach
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