Insider Daily-Medienschau: Ebay und Arcandor
Katja Kram in Insider Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 2. September 2009, 14:30 Uhr
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Ebay verkauft von Skype an Investorengruppe
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
heute könnte man in guter Ebay-Manier sagen: Drei, zwei, eins ... deins! Wie das Internet-Auktionshaus Ebay gestern mitteilte, wurde die Mehrheit der Online-Telefontochter Skype an eine Investorengruppe verkauft. Demnach sollen rund 65% der Anteile von Skype für rund 1,9 Mrd. Dollar den Besitzer wechseln. Zur Investorengruppe gehört unter anderem auch der Internet-Pionier und Netscape-Gründer Marc Andreessen. Doch Ebay wird Skype nicht komplett veräußern.Mit 35% will das Internet-Auktionshaus bei der einstigen Tochter beteiligt bleiben.
Da sich das Geschäft mit der Online-Telefontochter nicht in den Konzern integrieren lies, entschloss sich Ebay den Dienstleister nach nur vier Jahren wieder zu abstoßen. Das im Jahr 2005 für rund 3,1 Mrd. Dollar erworbenen Unternehmen wies zu wenig Synergien mit dem Online-Auktionshaus auf.
Arcandor: Das Ende eines Handelsgiganten
Die Zerschlagung des einst größten Warenhaus- und Versandhandelskonzern Europas Arcandor steht unmittelbar bevor. Für die Arcandor AG, die Karstadt Warenhaus GmbH, Primodo GmbH und die Quelle GmbH gibt es bereits entsprechende Beschlüsse für die Eröffnung der Insolvenzverfahren. Zum Insolvenzverwalter der genannten wesentlichen Unternehmensteile bestellte man Klaus Hubert Görg, der bereits als vorläufiger Verwalter der Arcandor-Gesellschaften tätig war. Görgs Aufgabe wird es nun sein für die bedeutenden Unternehmensteile getrennt voneinander Investoren zu finden.
Dabei hoffte man noch bis zum Tag als die Insolvenzanträge für die Arcandor-Gesellschaften gestellt wurden, einen Großinvestor zu finden. Vor allem Großaktionär Sal. Oppenheim baute darauf, mit Karl-Gehard Eick das Ruder noch einmal rum reißen zu können, als man vor gut einem halben Jahr den neuen Steuermann in Boot holte. Doch schon damals war das "Flaggschiff" Arcandor bereits dem Untergang geweiht. Auch Eick gelang es nicht Arcandor finanziell über Wasser zu halten und einen großen Investor für den Gesamtkonzern zu finden.
Eick will nicht als "Buhmann" von Bord gehen
Nun verabschiedete sich Karl-Gerhard Eick aus dem Unternehmen und wird dafür auch noch reichlich belohnt, wie das "Handelsblatt" heute in seiner Online-Ausgabe schreibt: "... 185 Tage hat er bei Arcandor gearbeitet, frei von Erfolgen. Selten zuvor ist ein Manager, der sich so viel vorgenommen hatte, so schnell gescheitert. Dennoch stehen ihm 15 Millionen Euro Abfindung zu - umgerechnet 81 000 Euro pro Arbeitstag. Nach Klaus Esser, der 30 Millionen Euro zum Abschied von Mannesmann bekam, und Wendelin Wiedeking, der Porsche mit 50 Millionen Euro verließ, hat Deutschland einen neuen Buhmann. ..."
Dies möchte der ehemalige Arcandor-Cher so nicht auf sich sitzen lassen. Wie die "Welt" aktuell berichtet, will Herr Eick nach so viel Schälte ein Drittel seiner recht komfortablen Abfindung einem guten Zweck spenden.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Mittwoch.
Ihre
Katja Kram
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