Insider Daily-Medienschau: Cisco Systems, Lanxess und Intel
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 15. September 2010, 14:30 Uhr
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auch nach der zu Ende gegangenen Berichtssaison sind gute Nachrichten aus den Unternehmen dem Aufschwung sei Dank" keine Mangelware. Heute gibt es "good news" von den beiden US-Tech-Konzernen Cisco Systems und Intel. Darüber hinaus macht Lanxess mit einem euphorischen Geschäftsausblick von sich Reden.
Erfreuliches gibt es also bei Cisco Systems zu vermelden. Der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco Systems will angeblich in diesem Jahr erstmals in der Unternehmensgeschichte eine Dividende zahlen. Noch vor Ende des am 30. Juli 2011 auslaufenden Geschäftsjahres wolle Cisco einen Teil seines Gewinns an die Aktionäre ausschütten. Zur Höhe äußerte sich das Unternehmen nicht, stellte aber eine Dividendenrendite von 1 bis 2% je nach Situation im Marktumfeld in Aussicht.
Bislang hatte Cisco jedoch die Strategie verfolgt, die erzielten Gewinne in Aktienrückkäufe, Firmenübernahmen oder die Entwicklung neuer Produkte zu stecken als an die Aktionäre auszuschütten. Analysten werteten die Umkehr als ein Zeichen für die große Zuversicht in die Wachstumschancen von Cisco. Angesichts der derzeit niedrigen Zinsen wäre eine Dividendenrendite von einem bis zwei Prozent attraktiv, sagte Morgan Stanley-Analyst Ehud Gelblum.
Lanxess will hoch hinaus
Der Chemiekonzern Lanxess setzt "voll auf Wachstum" und will mit seinem operativen Ergebnis hoch hinaus. Wie Boerse.ard.de heute berichtet, veröffentlichte der Chemiekonzern am Morgen eine überaus optimistische Ad-hoc-Mitteilung. Danach peilt Lanxess für die kommenden Jahre kräftige Ergebnissteigerungen an.
Für Lanxess beginne heute laut Aussage des Konzernchefs Axel Heitmann "eine neue Ära des Wachstums". Bis 2015 soll das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen um rund 80% auf dann 1,4 Mrd. Euro anwachsen. Ausgangspunkt für diese mittelfristige Zielsetzung sei der für dieses Jahr erwartete bereinigte operative Gewinn von rund 800 Mio. Euro.
Dieses passable Wachstum wolle Lanxess mit einer zweigleisigen Strategie erreichen, die neben dem Schwerpunkt des organischen Wachstums auch externe Wachstumsmöglichkeiten einschließt. Hierbei peile Lanxess vorwiegend kleinere und mittlere Zukäufe "mit ähnlichem Transaktionsvolumen wie in der Vergangenheit" an.
"Derzeit profitiert Lanxess davon, dass Reifenhersteller und die Automobilbranche angesichts der Konjunkturerholung wieder bestellen wie in den Zeiten vor der Wirtschaftskrise", schreibt Boerse.ard.de. Vor allem die hohe Nachfrage nach synthetischen Hochleistungs-Kautschuken für energieeffiziente Reifen schiebt die Geschäfte an, Lanxess ist hier nach eigenen Angaben Marktführer. Der Markt wächst nach Konzernangaben jährlich um rund 9%, vor allem dank der stark anwachsenden Nachfrage aus den so genannten BRIC-Ländern (Brasilien, Russland, Indien, China).
Um der steigende Nachfrage nachkommen zu können, prüfe Lanxess aktuell den Bau eines neuen Werks für Hochleistungskautschuk in Asien. "Die Entscheidung, ob und wo das neue Werk gebaut wird, erfolgt innerhalb der kommenden sechs Monate", erklärte Heitmann. 2012 sollen bereits mehr als 38% der Lanxess-Investitionen nach Asien und Lateinamerika fließen.
Die Experten vom Effecten-Spiegel haben Lanxess aktuell auf ihrer Kaufliste. In ihrer durchaus euphorischen" Empfehlung begründen Sie ihre Einstufung wie folgt: "Die deutsche Chemieindustrie fährt mit Volldampf aus der Krise und hat ihre Prognosen für das Gesamtjahr deutlich erhöht. Wegen der überraschend starken Dynamik im 2. Quartal rechnet der Verband der Chemischen Industrie (VCI) nun für das Gesamtjahr 2010 mit einem Produktionsanstieg um rund 11 %. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch voll in den Halbjahres-Zahlen bzw. der Jahresprognose der Nr. 3 in der deutschen Chemiebranche wider. Lanxess, die vor fünf Jahren aus der Abspaltung von Bayer entstand, weist für die ersten sechs Monate 2010 einen Umsatzanstieg um 50% auf 3,44 Mrd. Euro aus. Der Konzern rechnet für die 2. Jahreshälfte mit einer Fortsetzung der Erholung und verspricht sich vor allem in Lateinamerika, China und Indien ein starkes Wachstum. Bei Lanxess sollten Kursrücksetzer zum Kauf genutzt werden", so die Experten vom Effecten-Spiegel.
Intel greift im Internet-TV an
Auch Intel bastelt derzeit an seiner "Zukunftsstrategie" und scheint wohl zu dem Entschluss gekommen zu sein, dass man da am internetfähigen Fernsehen nicht vorbei kommt. Nun ist der erste Schritt getan: Der US-Chipriese will mit einer neuen Version seiner kleinsten Prozessor-Baureihe in diesem wachsenden Geschäft angreifen.
Der neue Atom-Chip sei für TV-Geräte mit integriertem Internet-Zugang entwickelt worden, teilte der US-Konzern gestern den Medien mit. Ein weiterer neuer Mikroprozessor soll internetfähige Unterhaltungs- oder Navigationsgeräte im Auto unterstützen. Zudem startet das Unternehmen offiziell einen Online-Shop mit Anwendungen für Notebooks mit "Atom"-Prozessoren. Intel konnte den Stromverbrauch bei seiner günstigeren Atom-Chipreihe zuletzt senken und die Modelle damit attraktiver für den Einbau in mobile Endgeräte wie Internet-Handys und Tablet-PCs machen. Branchenkenner erwarten aber dennoch einen harten Konkurrenzkampf mit Rivalen wie Nvidia, Marvell und Qualcomm, die sparsame Chips des britischen Halbleiterentwicklers ARM bauen.
Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Börsentag.
Ihre
Cindy Bach
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