Insider Daily-Medienschau: Berkshire Hathaway und Dt. Telekom
Katja Kram in Insider Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 5. Februar 2010, 14:30 Uhr
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für Wirbel sorgte bereits gestern die Nachricht von der größten amerikanischen Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway. Doch auch in unserer Breiten gibt es interessante Unternehmens-Neuigkeiten. Lesen Sie mehr dazu in der Insider Daily-Medienschau.
Berkshire Hathaway's Bonität abgestuft
Wie "Financial Times Deutschland" in der Online-Ausgabe aktuell berichtet, hat die Investmentfirma aus dem schönen US-Bundesstaat Nebraska Berkshire Hathaway den bestmöglichen Rating-Status von "AAA" eintauschen müssen gegen "AA+". Die Rating-Agentur Standard & Poor's hatte am Donnerstag die Beteiligungsgesellschaft von Warren Buffett herabgestuft. Grund für die Abstufung des Konzerns war ein im vergangenen Jahr durchgeführter Zukauf. Die Übernahme der Eisenbahngesellschaft Burlington Northern Santa Fe Corp, die den Konzern ca. 34 Mrd. US-Dollar kostete, würde sich negativ auf die Liquidität von Berkshire auswirken. "Wir glauben, dass die Eisenbahn-Übernahme die bislang extrem starke Kapitalausstattung und Liquidität reduzieren wird", lies die Agentur verlauten. "
Die Nachricht dürfte Warren Buffett, dem amerikanischen Investment-Profi und Haupteigentümer der Beteiligungsgesellschaft aus Ohama, bitter aufstoßen denn Abstufungen dieser Art bringen meist höhere Zinsen bei der Schuldenaufnahme mit sich. Beim Rating-Ausblick allerdings stufte S&P den Konzern mit "neutral" ein und signalisierte damit, dass in den kommenden zwei Jahren keine weitere Änderung der Bonitätsnote zu erwarten ist.
Buffett will nun Geld vom Kapitalmarkt
Dass die große Investmentgesellschaft, zu der insgesamt 80 Tochtergesellschaften gehören, nicht so ohne weiteres eine so umfangreiche Investition stemmen kann, verdeutlicht folgende Meldung. Beinahe zeitgleich wurde bekannt, dass sich Warren Buffett für den Eisenbahnkauf am Kapitalmarkt rund 8 Mrd. US-Dollar leihen möchte, dafür bekommen Anleger im Gegenzug Schuldverschreibungen seiner Holding Berkshire Hathaway. Dies geht aus einem eingereichten Prospekt der US-Börsenaufsicht SEC Prospekt hervor.
Deutsche Telekom erwägt Börsengang für US-Tochter
Die Nachrichtenagentur Reuters meldet aktuell in seiner Online-Ausgabe, dass die Deutsche Telekom einem Zeitungsbericht zufolge den Börsengang für die Tochter T-Mobile USA prüfe. Reuters beruft sich dabei auf einen Bericht des "Wall Street Journal", das sich in seiner Online-Ausgabe auf die Informationen einer vertrauten Person bezieht. Der Konzern steht demnach mit der Deutschen Bank als möglichen Partner für das IPO in Verhandlung. Der Konzern wollte sich zu dieser Angelegenheit jedoch nicht äußern.
T-Mobil USA liegt auf Rang vier am US-Handymarkt hinter Verizon Wireless sowie AT&T und Sprint Nextel. Wegen des Verlustes von Kunden wurden vergangenes Jahr bereits Gerüchte über eine Partnerschaft von T-Mobile USA und einem anderen Anbieter gestreut. Nun könnte ein Börsengang der amerikanischen Tochtergesellschaft dazu dienen, das Netz auszubauen. Es wäre aber zudem möglich, dass die Deutsche Telekom einen Anteil von 20% verkaufe und den Rest behalte.
Ich wünsche Ihnen ein ruhiges Wochenende.
Ihre
Katja Kram