Infrastrukturförderung ist ein bewährtes Mittel bei Rezessionen
Daniela Knauer in Investors Daily Update
vom 11. Dezember 2008, 10:30 Uhr
Wir können im Sinne der Umwelt nur hoffen, dass Barack Obama sein Wahlversprechen wahr macht, Fördergelder nicht nur zur Schaffung von Arbeitsplätzen und besserer Infrastruktur zu verwenden, sondern diese auch mit einer neuen Energiepolitik zu verknüpfen. Einfach mit der Gießkanne Straßen und Brücken zu modernisieren bzw. bauen, hat vielleicht zu Hitlers und Roosevelts Zeiten funktioniert, um die Depression zu brechen. Doch heute ist bereits so viel Infrastruktur vorhanden, dass deren (dringend nötige) Modernisierung nicht allein zur Wirtschaftsförderung ausreichen wird.
Die USA geraten bei der Ausstattung mit moderner Technik immer mehr ins Abseits
Auf meiner Reise durch die USA konnte ich immer wieder selbst beobachten, in welch schlechtem Zustand Straßen oder öffentliche Verkehrsmittel sind. Strom- und Telekommunikationsleitungen hängen wild in den Ortschaften umher, wie es sonst eher in Entwicklungsländern üblich ist.
So sehen selbst in einer Großstadt wie San Francisco die Leitungsnetze aus!
Jeder größere Sturm kann zu Versorgungsausfällen führen, weil die Masten umfallen und Leitungen reißen bzw. Kraftwerke veraltet sind. Die Versorgung mit dem Internet oder gar schnellen Datenverbindungen ist unerwartet schlecht. Die USA belegen bei der Breitband-Verkabelung nur den 15. Rang auf der Welt - für die Erfinder des Internets eine schmachvolle Entwicklung.
Förderprogramme sind die Chance für die Umsetzung innovativer Technik
Die USA - der heute (vor China noch) größte Energieverschwender der Welt, könnte aber auch bei der Heizung und Beleuchtung öffentlicher Räume neue Wege beschreiten. Die Techniken sind derzeit bereits vorhanden, sie müssten nur eingesetzt werden. Stromsparende LED-Leuchten statt quecksilberhaltige, wenig effiziente herkömmliche Energiesparlampen. Alternative Energien und moderne Haustechnik statt weit verbreiteter elektrischer Heizung und Kühlung in schlecht isolierten Häusern aus Pressspanplatten, bei denen der Garten gleich mit geheizt oder gekühlt wird. Jede Modernisierung kann öffentlich gefördert werden und bringt durch die Energieeinsparung nicht nur bares Geld, sondern entlastet auch die Umwelt.
Die Rohstoffe werden von einer neuen Infrastrukturpolitik profitieren
Obama hat versprochen, nicht "die alten Washingtoner Wege" weiter zu gehen. "Wir werden nicht einfach mit Geld um uns werfen", sondern die Effizienz der Programme solle an bestimmten Kriterien wie neu geschaffenen Arbeitsplätzen oder der Energieeinsparung gemessen werden. Ein sinnvolles Vorhaben - wir können im Interesse der USA und der gesamten Welt nur hoffen, dass es auch umgesetzt werden kann. Einfach wird es nicht werden in Zeiten leerer Kassen und starker Lobbyinteressen. Doch das innovative Kalifornien hat in vielen Bereichen bereits gezeigt, was möglich ist, wenn eine entsprechende politische Förderung dahinter steht. Interessant für uns Rohstoffbullen ist, dass davon nicht nur Kupfer oder Stahl profitieren werden, sondern besonders viele seltenere Metalle, deren Einsatz neue Energiespartechniken erst möglich macht. Wenn diese Programme umgesetzt werden, sehen Sie bereits 2009 die nächste Stufe der Rohstoffhausse. Wie Sie davon profitieren können, erfahren Sie hier:Rohstoff-Investor
Herzliche Grüße,
Daniela Knauer
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