Inflationsdaten
Henrik Voigt in DAX Daily
vom 18. April 2011, 08:30 Uhr
ENL5454
der vergangene Freitag war geprägt von überwiegend guten Konjunkturdaten, die offenbar wieder für Zuversicht und Kursgewinne an den Börsen sorgten. Der Empire State Manufacturing Index stieg im April kräftig auf 21,7 Punkte (von 17,5 Punkten im März, erwartet worden war hingegen ein leichter Rückgang). Die US-Industrieproduktion und der Michigan-Index für das US-Verbrauchervertrauen fielen ebenfalls besser aus als erwartet.
Selbst beim heiklen Thema Inflation konnten die (offiziellen) US-Daten überzeugen. Mit einem Anstieg der Verbraucherpreise im März um 0,5% lag die Inflationsrate zwar etwas höher als erwartet. Bereinigt um die besonders stark gestiegenen Nahrungsmittel- und Energiepreise ergab sich aber in der sogenannten Kernrate nur ein geringer Anstieg von 0,1%, der noch dazu unter der Vorhersage von plus 0,2% geblieben ist. Statistikaufhübschung auf Amerikanisch: Was nicht gefällt, wird einfach rausgerechnet und schon steht man besser da. Versuchen Sie das doch mal bei Ihrer Steuererklärung....
Auch die meisten Quartalszahlen europäischer Unternehmen konnten am Freitag überzeugen. Deutlich unter Erwartungen hingegen fielen die Bilanzen von Google und Bank of America aus, was teils kräftige Abschläge bei den Kursen dieser Unternehmen zur Folge hatte. Wobei mir das speziell bei Google mit den zahlreichen Neuinvestitionen nicht so recht einleuchten will, denn diese sollten mehr Wachstum in den nächsten Quartalen bringen. Die Börse ist da wohl momentan etwas kurzsichtig. Sei`s drum, wir haben keine Google-Aktien und bisher nur positive Bilanz-Überraschungen bei unseren Depotpositionen erlebt.
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