Inflation sieht anders aus
Brian Hunt in Investors Daily
vom 21. Juni 2010, 18:00 Uhr
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Unser Chart des Tages richtet sich an die große "Inflation-oder-Deflation"-Debatte. Er ist eine Antwort an all diejenigen, die behaupten, dass wir schon längst in eine Inflation geraten sind und diese jetzt ein großes Problem darstelle.
Ein Möglichkeit aus dem "realen Leben", die Inflation zu messen, besteht darin, Preise von Rohstoffen wie Roh-Öl, Getreide, Kupfer, Erdgas, und Baumwolle zu überprüfen. Wir tun dies mit dem CRB Index. Der CRB ist der weltweit am meisten beobachtete Index für Rohstoffpreise .
Chart CRB langfristig

Wie Sie im heutigen Chart erkennen, lag der CRB vor 10 Jahren bei ungefähr 225 Punkten. Der Rohstoff-Index genoss 2007 und 2008 eine erstaunliche spekulative Rally... und brach dann zusammen. Er liegt jetzt ungefähr bei 260, gerade einmal 15 % höher als im Jahre 2000. Mit anderen Worten:
Rohstoffpreise, die während einer Inflations-Periode steigen würden, liegen auf demselben Niveau wie vo 10 Jahren. Also:
Wird es eine Inflation geben? Vielleicht.
Aber haben wir JETZT eine Inflation? Oder hatten wir eine Inflation im Laufe der letzten 10 Jahre?
Schauen Sie den wichtigsten Rohstoff-Chart an. Dort finden Sie keine Inflation.
Brian Hunt
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Dr Papp Ernoene Ungarn (21.06. 2010 19:07 Uhr):
Sehr geehrter Herr Hunt! Ihre Erklärung ist einfach und einleuchtend. Wir haben also keine Inflation. Aber wir sollten doch eine Inflation haben, denn die GDP ist eine bestimmte Zahl, und wenn man unaufhörlich Geld druckt ohne, dass dahinter eine wirtschaftliche Leistung dahinter steckt, bedeutet das ja die Aufwässerung eines Zahlungsmittels sowohl in der USA, als auch in der Euro-Zone. D. h. dass ein USD oder Euro jetzt viel weniger Wert ist, als vor einem Jahr, oder vor zehn Jahren. Nach meiner Meinung ist das auch eine Inflation. Denn die Kredite, die die einzelnen Staaten aufgenommen haben vor 7 Jahren - mal ein Beispiel - wird heute zwar in Euro gemessen anzahlmäßig mit genausoviel Euro getilgt, nur ist dieser Euro durch die Verwässerung viel weniger Wert. Ist das etwa keine Inflation? Denn die Kaufkraft von einem Euro in 2002 war viel mehr als heute. Ich bin zwar kein Fachmann, aber ich denke, dass Inflation mehrere Gesichter hat, als nur diejenige Artikel, die Sie aufführen. Vielleicht wird das in Fachkreisen auch als eine schleichende Inflation bezeichnet. Aber eins ist sicher, Brot ist teuerer heute, als in 2002. Und Brot für genausoviel Euro, wie im 2002 hat eine viel schlechtere Qualität. Dasselbe kann ich Ihnen als Frau bezüglich Handtaschen sagen. Eine Handtasche aus Leder durchschnittliche Qualität hat im Jahre 2002 ca. 100-120 Euro gekostet. Heute kann man glücklich sein, wenn man überhaupt welche bekommt, und dafür zahlt man wenigstens 200-250 Euro. Genau das selbe trifft für Schuhe zu. Und ich könnte noch einige Beispiele nennen. Z. B. Herrenanzüge. Im Jahre 2002 habe ich für meinem Sohn in Deutschland (Hertie) eine Wollanzug mit Kaschmir gekauft für seinen Uniabschluß. Wirklich schöne Qualität, Kostenpunkt 150,- Euro. Heute kann ich von solch einem Preis nicht einmal träumen. Minimum 300,- Euro. Von den Fleischpreisen nicht einmal zu sprechen. Ich denke, dass man die Bevölkerung fragen sollte. Haben sie auch mal die Energiepreise angesehen, die ein Haushalt mit unverändertem Energieverbrauch heute zu zahlen hat? Ihre Meinung würde mich sehr interessieren. Denn möglich, dass Kupfer nicht teuerer geworden ist, obwohl soviel ich weiß, im orjahr konnte man mit Kupfer ca. 100% plus an der Börse machen. Wieso hat sich dann Ihrer Meinung nach der Preis nicht verändert. Mal von Gold, Silber + Co. gar nicht zu sprechen. Mit freundlichen Grüßen:
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