Indizes reagieren gelassen
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily
vom 16. Januar 2012, 17:00 Uhr
ENL5454
Spannend wird es nun zu beobachten, wie und ob überhaupt der kurzfristige Indikator des inneren Marktes, der 10 Wochen-Indikator, auf die Herabstufung reagiert. Bisher war die Reaktion der Märkte ja sehr verhalten, was ein ganz deutliches Anzeichen dafür ist, dass die Ratingagenturen stark an Vertrauen verloren haben. Natürlich kann die Widerstandsfähigkeit der Indizes auch andere Ursachen haben wie bspsw. die hohe Liquidität, oder die Bereitschaft des IWF, sein Engagement am Rettungsschirm zu erhöhen. Oder die Indizes halten sich so respektabel, da sich die US-Konjunktur ab dem 2. Quartal stabilisieren sollte.
Bekanntlich prallen an der Börse stets viele Menschen, Meinungen und Theorien aufeinander. Diese werden mal schneller und mal langsamer in die Kurse einmassiert. Den Umfang und das Ausmaß der Meinungsbildung, sowie Ihr aktuelles Risiko, erkennen Sie gut im 10-Wochen-Indikator.
Quelle: stockcharts.com
Nach wie vor handelt der Index stabil oberhalb von 70 Prozent, also in der überhitzten Zone. Am Freitag hat sich die Anzahl der Aktien die oberhalb ihrer 50-Tage-Linie handeln um etwa vier 5 verringert. Dies ist ein erster Warnschuss für die Bullen, aber noch kein kurzfristiges Verkaufssignal, da die kritische Marke von 70 noch nicht in einer 0-Spalte unterschritten wurde.
Bitte erinnern Sie sich daran, dass dieser Indikator kurzsfristig funktioniert und keine Prognosinstrument und keine Glaskugel ist. Vielmehr wird dargestellt, wie sich JETZT die feindlichen Lager von Bullen und Bären gegenüberstehen und welche Seite an Gewicht gewinnt oder abgibt.
Herzliche Grüße
Ihr Klaus Buhl
