Indizes behalten die Jahreshochs im Visier
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 27. Juli 2009, 17:00 Uhr
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Auch in der gesamten vergangenen Woche setzte sich die Aufwärtsentwicklung an den internationalen Börsen fort. Der DAX legte fünf Prozent, die US-Börsen vier und der Nikkei sogar sechs! Der uns vor allem hier interessierende SDAX schmust heute mit seinem Jahreshoch bei 3.000 Punkten, welches auch zugleich eine wichtige psychologische Grenze ist. Nach nun 10 Tagen in Folge mit steigenden Kursen muss man sich natürlich fragen, wie lange das noch so weiter gehen kann. Denn bekanntlich pendeln die Märkte innerhalb der verschiedenen Zeitfenstern zwischen überkauften und überverkauften Marktzuständen. Gefährlich wird es daher regelmäßig dann, wenn sich zu viele Marktteilnehmer auf einer Seite positioniert haben und sehr stark von ihrer Marktmeinung überzeugt sind. Dann ist ein Stimmungsumschwung, bzw. in diesem Fall Gewinnmitnahmen, meist nicht mehr weit entfernt. Da aber die einzelnen Sektoren die ich vor allem verfolge, und auch der sehr breite Markt der NYSE, noch relativ gesund aussehen, kann man noch entspannt bleiben, sollte aber kurzfristig mit den üblichen Stopps arbeiten. Gegen sehr starke Gewinnmitnahmen spricht aber nach wie vor die sehr hohe Skepsis der Spezialisten" und der geringe Investitionsgrad der Vermögensverwalter.
iFo-Index und Konsumklima verbessern sich
Heute zeigt sich zum wiederholten Male, dass die Konsumenten sich nach wie vor tapfer gegen die von den Medien angeheizte Krise stemmen und sich ihre Konsumlaune nicht verderben lassen. Der von der Gesellschaft für Konsumklima ermittelte Konsumklimaindex stieg gegenüber dem Vormonat von revidiert 3,0 auf 3,5 Punkte. Volkswirte hatten im Schnitt nur einen stabilen Wert erwartet. Sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommens-erwartungen hätten sich verbessert, die Anschaffungsneigung sei sogar deutlich gestiegen, teilten die Marktforscher mit. Natürlich wurde prompt von Bankenseite gewarnt, dass die schweren Zeiten für die Konsumenten uns noch bevorstehen würden, da die Arbeitslosigkeit zwangsläufig steigen werde. Ich bin mir völlig im klaren darüber, dass die mit Auslaufen des Kurzarbeitergeldes die Risiken steigen, vor allem da die Arbeitslosenquote ein sehr harter" und zusätzlich nachlaufender" Indikator ist. Trotzdem würde ich an Ihrer Stelle nicht zu sehr auf die eigentlich logischen", aber ausgetrampelten Pfade an der Börse setzen. Vor allem die vergangenen Monate haben sehr deutlich gezeigt, was alles möglich ist und wie sehr man sich täuschen kann!
Denn dass positive Nachrichten möglich sind, zeigte auch der vergangene Freitag eindrucksvoll. Im Juli hat sich den vierten Monat in Folge die Stimmung unter den deutschen Managern aufgehellt, wie der ifo-Index zeigte. Üblicherweise deuten bereits drei verbesserte Ergebnisse in Folge auf ein Ende der Rezession, bzw. auf einen Konjunkturaufschwung hin. Viele Investoren betrachten übrigens eine Trendwende des ifo-Index als zyklisches Kaufsignal für Aktien.
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