Indische Importe von Gold und Silber explodieren
Michael Vaupel in Traders Daily zum Thema Silber als Geldanlage
vom 22. Juni 2011, 12:00 Uhr
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*** Potzblitz!
Was für Zahlen aus Indien. Der indische Handelsminister vermeldete gestern (Quelle: Macquarie Oppenheim):
Die indischen Importe von Gold und Silber sind den Angaben zufolge im Mai regelrecht explodiert. Gegenüber dem Vormonat lag das Plus bei 500%, gegenüber Mai 2010 bei 222%.
Damit wurden alleine im Mai 8,96 Mrd. Dollar für die Importe von Gold und Silber ausgegeben. Sonst üblich rund 22 Mrd. Dollar - aber für ein GESAMTES Jahr.
Meine Einschätzung: Da haben sie einen guten Riecher, die Inder...genau wie die Trader´s Daily-Gemeinde.
*** Dann im "Spiegel" gelesen: Im ersten Quartal 2011 wurde "die höchste Zahl von Piraterievorfällen seit Beginn der Überwachung 1991 registriert."
Mittlerweile ist es nur noch peinlich, wie sich westliche Staaten am Horn von Afrika vorführen lassen. Trotz massiver Präsenz westlicher Kriegsschiffe steigt da die Zahl der Überfälle. Es wird eben rein passiv vorgegangen, anstatt offensiv Schnellboote der Piraten zu versenken. Wenn ich lese, dass da "Mutterschiffe" der Piraten eingreifen, ohne eigene Versenkung befürchten zu müssen...argh...
Und bevor mich jetzt wieder Zuschriften erreichen, die Sympathie für die armen somalischen Piraten einfordern, denen die Fischgründe leergefischt worden seien...
...verweise ich auf eine Studie vom "Norwegian Institute for Urban and Regional Research". Fazit der Studie laut Spiegel:
Die Fischergründe seien immer noch ausreichend - es handelt sich bei den Piraten also keineswegs um Fischer, die nichts mehr fangen können. Zitat: "Vielmehr hätten vergleichsweise wohlhabende Clans von Anfang an nur die `Jagd nach Profit´ gesehen."
Und die westliche Staatenwelt lässt sich weiter vorführen, von Piraten = Kriminellen in Kleinbooten mit Kalaschnikows.
Was da an Tonnage gekapert worden ist...obwohl, "kapern" ist wohl das falsche Wort. Einen Kaperbrief haben diese Kriminellen sicherlich nicht.
Wie es im 21. Jahrhundert möglich ist, vor den Augen westlicher Kriegsschiffe Dutzendfach Handelsschiffe zu entern, ist mir schleierhaft. Wenn das so erfolgreich möglich ist, dann hätte das Deutsche Reich das ja im Zweiten Weltkrieg anwenden können. Von wegen U-Boot-Waffe...einfach von Italienisch-Somaliland Kleinboote mit Kalaschnikows losgeschickt, und den gesamten alliierten Schiffsverkehr durch den Suez-Kanal gestört.
So einfach war es damals dann doch nicht. Heute für somalische Piraten aber offensichtlich schon.
Grimmige Grüße! Und wegen des morgigen Feiertags dann bis Freitag. (Robinson Crusoe...)
Ihr
Michael Vaupel
Diplom-Volkswirt / M.A.
Chefredakteur Trader´s Daily
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Gerhard Grasmann (22.06. 2011 14:09 Uhr):
....Sie haben Recht. Es ist einfach unglaublich was sich die schwerbewaffneten Kriegsschiffe von den Piraten so bieten lassen. Richtig, versenken sollte man die Piraten, mit Mann und Maus und Boot. Ich bin schon alt, und das ist auch gut so. Die Welt wird immer verrückter.....Gruß Gerhard
Antworten - Kommentar von Adolf Gauß (22.06. 2011 14:45 Uhr):
Hallo Herr Vaupel, das mit dem Gold höre ich gerne, die Inder sind eben auf breiter Basis so schlau wie wir. Das mit den Piraten ist eine Sache für sich. Schnellbote sind sehr effektiv, vergleichen Sie das nicht mit der Ubootwaffe. Weshalb wir nur halbherzig dagegen vorgehen weiß ich nicht, die Genfer Konventionen gelten hier nicht, wir könnten ganz legal massakern. Es ist aber sicher eine politische Angelegenheit. Wenn wir (als geologische Laien) die arabischen Ölfelder am Roten Meer spiegeln, dann haben wir die Ölfelder die in Nordostafrika liegen. Die Ölmenge soll ähnlich der von den arabischen Ölfeldern sein. Meine Info ist sehr glaubwürdig. Es wurden auch große Trinkwasservorkommen gefunden die landwirtschaftlich genutzt werden könnten wie z.B. in Israel (kreisförmige Beregnung). Viele Grüße Adolf Gauß
Antworten - Kommentar von Stefan (22.06. 2011 15:36 Uhr):
... offene und für mein Empfinden auch richtige Worte zu einem Thema, das wirklich sehr grimmig machen kann! Voller Verständnis und mit den besten Wünschen für einen entspannenden Feiertag, Stefan
Antworten - Kommentar von Gregor Sommer (22.06. 2011 16:34 Uhr):
Hallo danke für die Klarstellung. Von wegen arme Piraten. Dann können wir ja die "Entwcklungsländer" beruhigt weiter ausbeuten. Danke
Antworten - Kommentar von Hellmut Lempp (22.06. 2011 17:05 Uhr):
Sehr geehrter Herr Vaupel, Ihre Worte hätten auch von mir stammen können. Es ist in der Tat ein "Ding aus dem Tollhaus" was da an der afrikanischen Ostküste (und teils bis nach Süd-Mittelasien) passiert; bzw. völlig unbegreiflich, wie die vereinigte westliche Kriegsflotte sich da vorführen läßt. Aber ich denke, es hat etwas mit dem "neuen Denken" zu tun, was ja z.B. auch unseren Sicherheitsorganen ständig Knüppel zwischen die Beine wirft. Weil offenbar vielen die Freigabe einiger persönlicher Daten an staatliche Stellen oder eine leichte Einschränkung der sog. "Freiheit im Netz" (was für ein Ausdruck !?) schlimmer erscheint, als die oft perversen Taten von Terroristen
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- Kommentar von boingboing (22.06. 2011 18:09 Uhr):
Sie haben völlig recht! Das Ganze ist eine Blamage für die westliche Welt sondersgleichen. - Es sind doch Muselmani und die dürfen doch das Seerecht brechen und manch anderes Gesetz. Aber passen Sie auf, dass Sie nicht von deutschen Gutmenschen als Rassist oder Unmensch oder sogar als Nazi denunziert werden.
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