Indien, Japan ...
Michael Vaupel in Traders Daily zum Thema Global Anlegen
vom 26. September 2005 12:00 Uhr
ENL5454
*** Sie wissen ja, dass ich weniger auf Dow Jones und DAX achte – sondern lieber auf Rohstoffpreise und Indizes von Märkten wie China und Indien. Da spielt die Musik! Beispiel Indien:
Da schaffte es der indische Leitindex BSE (steht für "Bombay Stock Exchange") Sensex letzte Woche, die Marke von 8.500 zu knacken. Am nächsten Tag gab es zwar einen kräftigen Minus-Tag – aber Fakt ist, dass dieser Index in einem Jahr rund 3.000 Punkte und damit gute 50 % zugelegt hat. Seit Jahresanfang beträgt das Plus über 25 %.
Tja, wirklich überraschend ist das nicht, denn die indische Wirtschaft wird in diesem Jahr um voraussichtlich 7 % wachsen. Und Indien ist für ausländische Investoren interessant, die an den "Emerging Markets" nach Alternativen zu China suchen.
Denn auch wenn ich weiterhin in erster Linie China favorisiere, ist es ein Fehler, Indien zu meiden. Gerade die Tatsache, dass die "normalen" westlichen Investoren Indien weitgehend ignorieren, ist gut. Denn dadurch ist der indische Aktienmarkt noch günstig bewertet, keineswegs heiß gelaufen.
Problem allerdings: Wie können wir davon profitieren? Denn ich kaufe lieber "Märkte" statt Einzeltitel ... und was Bonus-Zertifikate oder Turbos auf indische Indizes angeht, da herrscht leider weiterhin Flaute. Ich bleibe auf jeden Fall an diesem Thema dran!
*** Bleiben wir in Asien.
Japan ist wieder interessant.
Ja, ich weiß, dass haben Sie bestimmt schon Dutzende Male gehört.
Aber sehen Sie sich nur einmal den Nikkei 225 an: Der ist seit Mai praktisch nur gestiegen, und mittlerweile steht er wieder auf einem 4-Jahres-Hoch.
Das alleine ist natürlich noch lange kein Argument. Denn schließlich sind steigende Kurse allein überhaupt kein Hinweis auf einen attraktiven Markt, da müssen wir nur an den Neuen Markt Anfang 2000 denken. Aber wie im Fall von Indien ist im Fall des Nikkei 225 mehr dahinter als nur heiße Luft. Fundamentale Gründe für den Anstieg (und der Nikkei 225 sollte noch etwas weiter laufen):
Das japanische Zinsniveau ist immer noch bei praktisch Null, die Unternehmen zahlen wieder Dividenden, und die drei großen japanischen Autobauer Toyota, Honda und Nissan machen schöne Gewinne. Analog zu "wenn es General Motors gut geht, geht es Amerika gut" spricht dies für die japanische Volkswirtschaft.
Da der Nikkei 225 aber dennoch schon ein recht hohes Niveau erreicht hat, würde ich nicht mit Hebelprodukten an den Nikkei 225 herangehen.
Es bieten sich Discount- oder Bonus- Zertifikate an, wie ich z.B. in "Optionsschein-Profits" eins empfohlen habe.
Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche!
Michael Vaupel
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