Indien, China und Waffen, die es gar nicht gibt
J. Christoph Amberger in Baltimore in Traders Daily zum Thema Global Anlegen
vom 18. Mai 2004 12:00 Uhr
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Indische Aktien fielen am Montag im Durchnitt bis zu 17,5 % als indische Kommunisten den offiziellen Schulterschluss mit Sonia Ghandis Congresspartei ablehnten. US$40 Milliarden, so die Finanzpresse, lösten sich in Wohlgefallen auf. Die Rupie and indische Anleihen fielen so drastisch, dass sich die Reserve Bank of India genötigt sah, in- und ausländischen Investoren eine Intervention zu versprechen, sollten Bank und Währungssystem aus dem Lot geraten.
Eine Krise wie diese geht nicht unbemerkt an unseren hartgesottenen Tradern vorbei. Ian Cooper schrieb seinen RedZone VIP-Lesern am Montag vormittag in Anspielung auf den seligen Baron Rothschild:
"Das Blut fließt noch in den Straßen und wir empfehlen diejenigen Aktien, welche heute den größten Wertverlust durchlebten: HDFC Bank (HDB-NYSE) und Satyam Computers Services (SAY-NYSE). Beide sollten sich schnell wieder erholen. HDB ist ein spekulativer Trade unter US$24, SAY unter US$18.25."
*** Ein Artilleriegschoss das es gar nicht gibt – Sarin-geladene Munition der Saddam-Ära – verletzte zwei amerikanische Soldaten. Eine weitere nichtexistente Chemiewaffe (mit Senfgas geladen) wurde anscheinend vor 10 Tagen im Irak gefunden.
Obwohl diese Meldungen heute im Tohuwabohu um den Cannes-Erfolg des Dümmsten Weissen Mannes untergingen, brachten sie doch einen kurzlebigen Impuls für den Dollar mit sich. Dieser hatte im Zuge der Ermordung eines hochrangigen irakischen Politikers durch Terroristen verloren.
Die in Reaktion auf den Verfall des Dollars ebenso schnellebig ansteigenden Gold- und Silber- Spot-Preise sackten rapide wieder auf das Mittelmaß der letzten Woche ein. (Diese Bear Market Rally brachte die letzte Woche von Adam Lass empfohlenen Optionen auf den XAU-Index abermals in den Kaufbereich.)
*** Ansteigender Druck auf Gold und Rohstoffe kommt aus China, dessen National Statistics Bureau das BIP-Wachstumsrate des ersten Quartals auf 9,8 % revidierte.
Inflation beträgt nun 9,7 % ... und wird wahrscheinlich zu weiteren Änderungen in der chinesischen Geld- und Kreditpolitik führen.
Real wird das kurzfristig keinen Einfluss auf das chinesische Wirtschaftswachstum haben. Aber die Gold- und Rohstoffmärkte haben in den letzten Monaten demonstriert, wie wenig sie von der Realität halten.
Herzlichen Gruß aus Baltimore,
Ihr
J. Christoph Amberger, Executive Publisher, The Taipan Group
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