Index-Zertifikate für den Einstieg in den Devisenhandel
Thomas Kallwaß in Devisen-Monitor zum Thema Derivate & Hebelprodukte
vom 27. Dezember 2011, 08:30 Uhr
ENL5454
Anleger, die eine konservative Geldanlage suchen und dabei nicht den Überblick verlieren wollen, haben mit Index-Zertifikaten ein ideales Instrumentarium zur Verfügung. Index-Zertifikate zählen zu den derivativen Wertpapieren und können sowohl mit als auch ohne Laufzeitbegrenzung erworben werden. Sie ermöglichen die Partizipation an der Entwicklung eines Index. Dabei dienen meistens Wertpapierindizes, wie etwa DAX, MDAX oder TecDAX als Basiswerte. Aber auch Devisenindizes wie der US Dollar Index werden als Basiswert angeboten.
Profitieren vom Index ohne Aktienkauf
Da die Wertentwicklung eines Index-Zertifikats an den zugrundliegenden Index gekoppelt ist, unterliegen Index-Zertifikate geringeren Schwankungen als etwa einzelne Währungen. Denn der Index drückt die subsummierten Kurse aller im Index vertretenen Devisen aus, sodass eine schnelle Kursbewegung bei einer einzelnen Währung weniger ins Gewicht fällt und sogar durch gegenläufige Bewegungen anderer im Index enthaltener Währungen kompensiert werden kann. Der Anleger partizipiert an den Kursentwicklungen der indexierten Währungen, ohne diese Währungen einzeln erwerben zu müssen.
Den aktuellen Kurs automatisch im Blick
Die Kurse des von der amerikanischen Zentralbank initiierten US Dollar Index sind leicht verfügbar. Für Privatanleger ist es daher ein leichtes zu überprüfen, ob der Zertifikate-Emittent faire Kurse für das Zertifikat stellt. Für von Privatunternehmen strukturierte Devisenindizes gilt das nicht in jedem Fall. Kurse für diese Indizes zu finden kann mitunter schwer fallen, für manche Indizes werden die Kurse auch nur an bestimmten Tagen oder überhaupt nicht veröffentlicht. Effektive Kontrolle durch den Anleger ist dabei nicht möglich.
Index-Zertifikate werden in der Regel zum aktuellen Kurs über die Börse gehandelt und können auch an den Emittenten zurückgegeben werden. Bei Index-Zertifikaten reduzieren sich die hohen Verwaltungsgebühren, wie sie bei Investmentfonds die Regel sind. Ausgabeaufschläge fallen in der Regel nicht an. Einzig die Ordergebühren der Bank schlagen bei Index-Zertifikaten als einmalige Kosten zu Buche.
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