In wenigen Jahren fallen täglich 19 Millionen Barrel Öl weg
Profit Radar
vom 6. August 2009, 19:00 Uhr
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Die IEA kann diesen natürlichen Schwund auch beziffern. Sie rechnet damit, dass bis zum Jahr 2015 die weltweite Förderung um 19 Millionen Barrel abnimmt, und zwar pro Tag. Bis zum Jahr 2030 sollen es nach Berechnung der IEA sogar 43 Millionen Barrel täglich sein.
Um Ihnen eine Vorstellung davon zu geben, was das bedeutet: Die wegfallende Fördermenge entspricht ungefähr dem Vierfachen dessen, was das größte Ölförderland Saudi-Arabien täglich aus der Erde holt.
Das bedeutet: Um die aktuelle Fördermenge aufrecht zu erhalten, müssten in Zukunft neue Ölfelder erschlossen werden, die viermal so groß sind wie die von Saudi-Arabien. Vor diesem Hintergrund müsste die Ölindustrie eigentlich alles tun, um jeden Tropfen Öl aus dem Boden zu quetschen.
Stattdessen werden aufgrund der Krise die Investitionen gewaltig zurückgefahren.
Schon im April hat der Generalsekretär der OPEC angekündigt, dass wegen des „unzureichenden Ölpreises" etliche Investitionsvorhaben bis zum Jahr 2013 zurückgestellt werden. Und eigentlich müssten die Länder des Ölkartells diejenigen sein, die sich die dringend notwendigen Investionen am ehesten leisten könnten. In den USA, dem Ölverbraucher Nr. 1, hat sich die Zahl der Bohranlagen um die Hälfte reduziert. Die Offshore-Ölsuche ist auf den niedrigsten Stand seit über 9 Jahren gefallen.
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Volkmar Michler