In Rohstoffen steckt das meiste Geld der Chinesen!
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Rohstoffe
vom 9. Februar 2010, 17:00 Uhr
ENL5462
Ganz anders sieht es jedoch mit den Käufen aus, die CIC in Rohstoffunternehmen getätigt hat. Die USA sind hier unterrepräsentiert, denn hier regt sich immer stärkerer Widerstand gegen den Ausverkauf des Ressourcen-Tafelsilbers an ausländische Firmen. In anderen Ländern jedoch ist CIC in dieser Hinsicht erfolgreicher. So hatte der Staatsfonds sich im Juli 2009 für 1,5 Mrd. USD einen Anteil von 17,5 % an der in Problemen steckenden Teck Resources geleistet. Der Wert dieser Beteiligung hat sich bis heute rund verdoppelt. Gerade erst veröffentlichte Teck aktuelle Zahlen, die zeigen, dass der Turnaround des Unternehmens eindrucksvoll gelungen ist. Keine schlechte Performance für die kurze Anlagezeit!
China erlässt Irak Schulden gegen Öllieferungen
Doch nicht nur Chinas Staatsfonds sichert sich weltweit Zugang zu Ressourcen. So wurde in der vergangenen Woche bekannt, dass sich chinesische Unternehmen bereits 14% der irakischen Erdölexporte für 2010 gesichert haben. Dafür werden dem Irak 80% seiner Schulden an China erlassen. Diese beliefen sich auf immerhin 8,5 Mrd. US-Dollar.
Die Nachfrage steigt noch schneller als das Angebot an Öl
Insgesamt schafft es China als eines der wenigsten Länder weltweit noch, seine Öl-Produktion zu steigern. Nach neuesten Angaben liegt man jetzt auf dem vierten Platz weltweit nach Russland, Saudi-Arabien und den USA. Der Iran wurde auf Platz fünf verdrängt. Allerdings steigt die Nachfrage jedoch wesentlich schneller als das Angebot. Die geförderte Menge befriedigt jetzt gerade noch die Hälfte des chinesischen Verbrauchs.
Auch Kohle will China jetzt aus dem Ausland importieren
Ähnlich sieht es auch bei anderen Energieträgern aus. Exportierte China noch vor wenigen Jahren billige Kohle auf den Weltmarkt, muss sich der energiefressende Gigant inzwischen die Nachfrage im Ausland sichern. Gerade wurden erste Neuigkeiten bekannt, dass es einen gigantischen Deal um australische Kohle geben soll. Die Details sind zwar noch nicht genau ausgehandelt, aber es soll um einen Vertrag im Wert von 60 Mrd. USD gehen. Dafür sollen 20 Jahre lang 30 Mio. Tonnen Kohle pro Jahr an China geliefert werden.
In Australien regt sich Widerstand
Die entsprechende Ressource in Queensland ist noch nicht in Produktion. Doch angesichts der wichtigen Namen, die in dieses Vorhaben involviert sind (darunter mit Clive Palmer einer der reichsten Männer Australiens) kann nur noch politischer Widerstand die Entwicklung aufhalten. Doch dieser regt sich bereits. Denn trotz voraussichtlich der Schaffung von vielen tausend Arbeitsplätzen ist es eine erhebliche Umweltsünde, die dreckige chinesische Energieerzeugung aus Kohle auch noch durch die Ausbeutung australischer Ressourcen zu fördern.
Bei Resourcehouse mischen einige wichtige Namen mit
Angesichts der Diskussionen um das Großprojekt und wieder einer massiven Beteiligung der Chinesen in Gestalt der Metallurgical Corp of China Ltd. musste der geplante Börsengang der australischen Firma Resourcehouse bereits seit vergangenem Herbst verschoben werden. Nun könnte es aber gelingen, die Aktie im März in Hongkong an die Börse zu bringen. Clive Palmer, der größte Anteilseigner von Resourcehouse, wird dabei wieder ein ordentliches Stück reicher werden. Ob sich auch für Sie der Einstieg in die jungen Aktien lohnen könnte, erfahren Sie zu gegebener Zeit in den einschlägigen Börsenbriefen des Investor Verlags wie Taipan oder Tiger & Dragon.
Bis Freitag, herzliche Grüße,
Ihre Daniela Knauer
ähnliche Beiträge:
- Fliegendes Geld
- Wie man bei Rohstoffen Geld verliert...
- Bullenmarkt bei Rohstoffen noch lange nicht zu Ende!
- Wirtschaftswissenschaftler führen den Weg in die Krise an
- Chinesen verkaufen US-Staatsanleihen
- Der denkbar schlechteste Augenblick, bullish zu werden
- Die unterschätzte Macht der Dummheit
- Mit „Kurs-Anomalien“ verdienen Sie das meiste Geld
- Viele sinnlose Kriege
weitere Ausgaben von
Nebenwerte Daily
weitere Artikel dieser Ausgabe:
Donnerstag, 09. Februar 2012
Dienstag, 07. Februar 2012
Montag, 06. Februar 2012
alle AusgabenOxford Club
Der exklusive Finanzclub mit der antizyklischen Strategie
Klicken Sie hier für weitere Informationen zu Oxford Club
Artikel weiterempfehlen