In Nicaragua
unserem Korrespondenten Addison Wiggin in Nicaragua in Investors Daily
vom 12. Februar 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Von den Nachrichten abgeschnitten zu sein, ist fürchterlich. Wenn man kein CNN sehen kann, muss man sich umsehen, was in der eigenen Umgebung passiert ... wenn man keinem Moderator zuhören kann, muss man seiner Frau/seinem Mann zuhören ... wenn man keine Köpfe hat, die für einen denken, muss man selber denken.
Das ist eine so große Bürde für mich, dass ich sie kaum tragen kann. Ich würde lieber etwas über die Krise der Weltwirtschaft lesen ... als den Müll rauszutragen. Ich würde lieber die Probleme der japanischen Wirtschaft diskutieren, als mein eigenes Scheckbuch in Ordnung zu bringen. Ich finde es leichter, einen Artikel für den Investor's Daily zu schreiben, als einen Brief an meine Schwester.
Hier in der Wildnis von Nicaragua habe ich mir ein Haus gekauft. Man hört die Wellen gegen die Felsen schlagen. Es gibt keinen Zeitungsjungen, der jeden Morgen Zeitungen liefert. Ich frage mich, wie die Welt ohne moderne Kommunikationsmittel aussehen würde ...
Immerhin: Ich arbeite gerade an einem Buch, das bald veröffentlicht werden soll – der Termin der Abgabe naht. Also mache ich mich jetzt an die Arbeit ...