In dieser Phase der Hausse befinden wir uns jetzt
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 18. Mai 2011, 19:00 Uhr
ENL5454
Im letzten Profit Radar hatte ich Ihnen die drei Phasen einer Haussebewegung vorgestellt: Die erste Phase „Die starken Hände kaufen". Die zweite Phase „Rising on the Wall of Worries". Und dann die dritte Phase „Die Übertreibungsphase/ Die Blasenbildung". Die dritte Phase ist die bekannteste Haussephase.
Es ist zudem die Phase, in der die Masse der Privatanleger erst einsteigt. Deshalb kennen die meisten Anleger eine Hausse eben erst in dieser Phase, obwohl es in Wirklichkeit schon die finale Schlussphase einer Rallye ist. Diese Phase besitzt so viele Merkmale, dass man jeder Anleger, der nur die Augen aufmacht, sofort weiß was los ist:
Die Umsätze steigen stark an. Die Kurse schießen nach oben. Es gibt keine ausgeprägten Korrekturen - jegliche Rücksetzer werden sofort zum Einstieg genutzt. Die Kursziele werden immer euphorischer und immer weiter angehoben. Die Stimmung ist extrem bullisch. Und natürlich zu guter Letzt der berühmt-berüchtigte „Bild"-Zeitungs-Indikator. Alle diese Zeichen weisen auf die dritte Phase einer Hausse hin.
Das Problem an dieser Phase ist: Die aus der zufließenden Liquidität entstehende Blase dauert oft länger, als Marktteilnehmer denken, und die Kurse steigen fast immer deutlich höher, als es sich Börsianer vorstellen können. (Deshalb klingt es zwar immer toll, an der Spitze einer Haussephase „short" zu gehen und auf fallende Kurse zu setzen.
Aber Fakt ist: Das Top trifft kaum jemand. Für jeden einen Glückspilz, der nahe des Zenits der Blasen-Phase verkauft hat oder short ging, finden Sie am Markt locker 50 Anleger, die sich ruiniert haben, weil sie zu früh auf fallende Kurse setzten.)