In der Finanzwelt gibt es kein Knock-Out
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 31. Mai 2011, 08:30 Uhr
bis auf wenige Ausnahmen, war das gestern eine langweilige Angelegenheit. Geschlossene Börsen-Pforten in den USA und Großbritannien haben die deutschen Anleger sehr vorsichtig agieren lassen. Meine Trigger-Marken für Trade-Aktivitäten konnten so nicht aktiviert werden. Lediglich einen kleinen Swing-Trade in der Feiertagswährung GBP/USD konnte ich anbringen.
Die Unsicherheit wegen Griechenland beherrscht weiterhin die Märkte. Der Euro startete in die Woche recht fest, doch es mehren sich nun die Gerüchte, dass die EU wohl doch ein zweites Griechenland-Hilfspaket im stillen Kämmerlein vorbereitet. Auch die deutsche Regierung ist nun doch von ihrer bisherigen Linie abgekommen. Beim Boxen wäre Griechenland schon längst mit der Bahre aus dem Ring getragen worden, in der Finanzwelt gibt es aber kein Knock-Out und auch die vielen Unsportlichkeiten (an was hat sich Griechenland bislang überhaupt gehalten?) bleiben ungeahndet. In der Nacht konnte die europäische Gemeinschaftswährung erst einmal von den Gerüchten profitieren.
Der Kurzüberblick:
| Dax: | -0,04% |
| Dow Jones: | Kein Handel |
| EuroStoxx50 | -0,18% |
| EUR/USD: | +0,64% |
| Gold: | +0,19% |
| Silber: | +0,55% |
| Öl (Sorte Brent): | -0,35% |
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen setze ich mich auch heute mit dem Dax und dem Währungspaar EUR/USD auseinander. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind.
Dax (DAX.I): ein kräftiger Satz nach oben
Die Nachrichtenlage um Griechenland hat die Märkte weiter im Griff. Heute ist sie für steigende Notierungen verantwortlich. Der Dax macht einen Satz nach oben. Eine Eröffnungslücke von über 60 Punkten wird gerissen, was Long-Einstiege erheblich erschwert.
Geht es zurück an die 7.200er-Marke, und kann sich dort der deutsche Leitindex mithilfe der 200er-Durchschnittslinie (lila Linie) behaupten, gehe ich long. Setzt er aber nicht zurück, und steuert direkt auf die wichtige Widerstandszone bei 7.240/50 Punkten zu, muss ich anders agieren. Wird die erwähnte Kursbarriere überwunden, eröffne ich eine Long-Position. Die Seitwärtsphase, die sich nach der kleinen Korrektur seit letzter Woche ausgebildet hat, ist dann offiziell beendet und höhere Kursgefilde können angesteuert werden. Auf Tagessicht ist dann 7.290/7.300 Punkte ein realistisches Ziel.
Geht es unter die 7.200er-Marke und die 200er-Durchschnittslinie, die etwas darunter verläuft, so gehe ich short. Dann verpufft bereits wieder das Gerücht um Griechenland, oder Dementis verunsichern den Markt. Bei 7.150 Punkten können dann die Bullen wieder zurückschlagen, was mich Short-Positionen eindecken und Long-Positionen eröffnen lässt.
Gestriges Ergebnis: kein Trade
Dax - 30-Minuten-Chart - CFX Trader
Dax (DAX.I): Der Dax startet heute mit einer kräftigen Aufwärtslücke.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden. Bei Trades mit überschaubarem Kursziel ziehe ich den Stopp aber auch enger an.
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