In den USA steigt die Zahl der Wochenmärkte
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 13. Oktober 2011, 07:30 Uhr
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Und hier ist etwas Interessantes...die Zahl der Wochenmärkte steigt.
Warum?
Weil die Konsumenten in den USA sich ändern, weg vom "mehr", hin zum "besser". Der typische Amerikaner will jetzt nicht immer mehr Essen...er will besseres Essen.
Und er gibt auch mehr für Spiele und Kommunikationsgeräte aus. Offensichtlich denken die Leute, dass diese Dinge für ihre Lebensqualität wichtig sind.
Neuer Trend beim Wohnen
Es gibt auch einen neuen Trend beim Wohnen. Die großen Häuser werden nun eher gemieden, in sind kleine Cottage-Häuser mit Charme. Große Häuser sind schwer zu heizen und die Unterhaltskosten sind hoch. Und sie sind auch nicht sehr gemütlich. Kleine Häuser hingegen können komfortabler sein....und es kann mehr Spaß machen, darin zu leben, wenn man die Leute mag, mit denen man zusammenlebt.
Das Protzen mit Reichtum gerät wahrscheinlich auch aus einem anderen Grund außer Mode: Reiche werden zum politischen Ziel. Es sind wenige. Sie werden eine ungeliebte, verwundbare Minderheit, die für die Wirtschaftskrise verantwortlich gemacht wird, mit wenigen Verteidigern im öffentlichen Leben. Was können sie tun? In ihren bewachten Enklaven sitzen und darauf warten, dass der Mob gegen sie aufsteht.
Aber was ist das? Während die Mittelklasse zurückschraubt und weniger ausgibt...geben die Reichen fleißig Geld aus. Auch sie wollen "bessere" Dinge - aber mit Markennamen drauf!
Darüber mag man sich beklagen. Die Demokraten wollen die Reichen mit einer neuen Steuer belasten. Und der Mann auf der Straße sieht das ähnlich.
Reiche Amerikaner als Konsumstützen
Aber sie sollten den Reichen danken, und sie nicht verdammen. In einer Konsumentenwirtschaft, wer kann da sonst konsumieren?
Dazu ein Bericht von Bloomberg: Wenn die Aktienmärkte einbrechen, dann besuchen normalerweise reiche US-Shopper Luxus-Kaufhäuser wie Saks Inc. (SKS) und Nordstrom Inc. (JWN) seltener. Diesmal jedoch haben sie weiter dort konsumiert, auch als die Märkte eingebrochen waren.
Reiche Amerikaner zwischen 24 und 49 halten die Umsätze mit Luxusgütern hoch, so Unity Marketing, die quartalsweise Umfrage unter Konsumenten durchführen. Eine Kohorte, genannt die "X-Fluents" ist für 23% der Umsätze mit Luxusgütern verantwortlich. Im Jahr 2007 lag dieser Anteil bei 18% (...)
"Der US-Markt ist unter jungen Leuten konzentrierter. Die sind prädisponiert gegenüber Schwelgen im Luxus und sie repräsentieren viel versprechende Ziele für Luxusmarken", so Unity President Pam Danziger.
Resistenter Luxussektor
Eine weitere Gruppe nennt Unity die "Aspirers", und laut Danziger geben auch die mehr für Luxusgüter aus. Die bevorzugen auffällige Status-Symbole, und sind jetzt für 18% der Umsätze mit Luxusgütern verantwortlich, verglichen mit 16% im Jahr 2007.
In der Vergangenheit war die Bereitschaft der Konsumenten zu Luxuskäufen abhängig von der Entwicklung am Aktienmarkt - da wirkte sich der sogenannte Vermögenseffekt aus. Der Luxussektor wurde deshalb in der Finanzkrise vor drei Jahren besonders hart getroffen; da gingen die Umsätze um 9,1% zurück (im Jahr 2009), laut International Council of Shopping Centers.
Dieses Mal ist es anders. Obwohl der Dow Jones im August sehr oft um 4% gestiegen oder gefallen ist, die Volatilität also hoch war, blieb das Konsumentenvertrauen in der Neue eines 2-Jahres-Tiefs. Aber die Umsätze mit Luxusgütern blieben stark, und sie könnten im kommenden Weihnachtsgeschäft die gesamte Konsumbranche überflügeln.
Zum ersten Teil von: Der sich ändernde Focus der US-Konsumausgaben
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Klaus Elgner (13.10. 2011 12:03 Uhr):
Dear Mr. Bonner, You have written by now several times about the change in consumer behaviour. Your points were "more modesty is necessary", and "there is a change to less, but better". Good. Now, looking at the luxury consumers. The products, these people consume - where are these products produced? In other words - does the consumption result in income for other people INSIDE the country, or does the consumption feed people OUTSIDE the country? From the sunny Canary Islands - Klaus Elgner (feeding Canarians, this one is clear)
Antworten - Kommentar von Alban (13.10. 2011 12:13 Uhr):
Sehr geehrter Herr Bonner, ich finde ihre Sicht der Reichen zu pauschal. Es gibt sicher Reiche, die durch ihren, vielleicht manchmal übertriebenen Konsum, die Wirtschaft in Gang halten, möglicherweise zum Wohle aller. Es gibt aber auch jene Reiche, die über ihren poltischen Einfluß dabei sind Demokratie durch neoaristokratische Verhältnisse zu ersetzen. Beispiele für diese Entwicklung gibt es etwa in den Hartz-Gesetzen , in Versuchen, betriebliche Mitbestimmung durch gezielte Attacken auf einzelne Personen zu blockieren oder in der systematischen Bespitzelung von Angestellten. Vielleicht ist das ja in den USA nicht so, mit freundlichen Grüßen
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