Immun gegen die Finanzkrise

in Kapitalschutz Akte zum Thema Finanzkrise
vom


Achtung: unsere „Crash-Alarm" Flagge weht.

Dow tief          

Öl tief

Renditen tief.

Gold tief.

Was ist da los?

Neulich fuhr ich zur Argentinischen Botschaft nach Washington D.C.

Freunde aus Salta waren Gastgeber einer Weinverkostung. Es war merkwürdig, meine argentinischen Freunde, die aus einem abgelegenen Winkel des Landes kommen, in unserer Hauptstadt zu sehen. Aber es war eine große Freude für mich, sie wieder zu sehen und natürlich auch ihren sehr starken Malbec zu probieren.


Washington ist der Finanzkrise größtenteils entkommen. Die Stadt hat viel Geld, aber kaum einer dort hat irgendwelche Kenntnisse über Wirtschaft und Finanzen. Dort ist den Menschen die Politik wichtig. Das ist wie sie an Geld kommen, auf die altmodische Art - sie nehmen es von jemand anderem. So ist es nur natürlich, dass sie glauben in der Wirtschaftswelt solle man es genauso angehen. Mit roher Gewalt. Die Washingtoner Methode: Kommandos, Kontrolle, Planwirtschaft. Das ist was Politik ausmacht.

Warum es Washington D.C. relativ gut geht - von Finanzkrise kaum eine Spur

Es ist klar, Politik und Wirtschaft sind natürliche Feinde, keine Freunde. Die Ökonomie funktioniert am besten wenn Käufer und Verkäufer, Investoren und Unternehmer, Produzenten und Konsumenten in der Lage sind, unter ihren eigenen Bedingungen zusammen zu kommen. Wie Adam Smith es erklärte, achten sie alle auf sich selber und alle werden wie von einer „unsichtbaren Hand" zu einem, für ihre Gruppe bestem Ergebnis geführt. Hayek beschrieb es detaillierter. Vertragswillige Käufer und Verkäufer legen die Preise frei fest. Diese Preise sind informativ. Sie zeigen Investoren auf wo zu investieren ist, Käufern wo man kaufen soll und Geschäftleuten wo sie sich selbst anbringen können.

Je mehr man in diesen Prozess eingreift, desto mehr bringt man die Dinge aus dem Fluss und vermasselt sie. Künstliche Preise, wie die von der Fed erstellten Preise für Kredite, senden falsche Signale. Investoren machen Fehler. Ressourcen werden fehlgeleitet. Blasen werden aufgepumpt... und dann gesprengt.

Doch das interessiert Washington nicht. Es ist nicht die Wohlfahrt oder der Wohlstand der Menschen, worüber man sich hier wirklich sorgt, sondern der relative Wohlstand. Sie nennen „Fairness". Und in Relation zu dem Rest des Landes werden die Washingtoner immer reicher.

Das ist doch fair, oder nicht?

von
Bill Bonner
Bill Bonner

Bill Bonner ist einer der anerkanntesten Finanzexperten der USA und Bestseller-Autor. Bei uns schreibt er regelmäßig im Börsen-Newsletter Kapitalschutz Akte.


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Kommentar von Willy

Die Gesinnung der beschriebenen Elite kommt ganz klar in den selbst genehmigten, exorbitanten Einkommenssteigerungen von Bankern, Vorständen, Politikern,etc. zum Ausdruck. Und Kritiker - die werden einfach mundtot gemacht, am liebsten mit Polizeigewalt !!

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Kommentar von Alban

Leider passt die Theorie von Adam Smith auch auf Drogen, -Waffen oder Sklavenmärkte. Deshalb finde ich eine historisch-kritische Lesweise dieses Autors angebracht. Moral versteht sich in der Wirtschaft so wenig von selbst wie in der Politik. Mit freundlichen Grüssen

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